Olympiakos holt sich die EuroLeague-Krone gegen Real Madrid
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Olympiakos holt sich die EuroLeague-Krone gegen Real Madrid

Olympiakos ist Europameister. Der griechische Club besiegte Real Madrid am Sonntag mit 92:85 und sicherte sich damit seinen vierten kontinentalen Titel. Das Finale fand vor heimischer Kulisse in der Telekom Arena in Athen statt, wo Giannis Antetokounmpo von der Bank aus zusah und die Griechen anfeuerte.

Der Start hätte für Olympiakos kaum ungünstiger ausfallen können. Real Madrid legte einen perfekten Anfang hin und führte nach nur vier Minuten mit 15:3. Doch statt den Kopf hängen zu lassen, kämpfte sich der Heimclub zurück. Evan Fournier, der ehemalige NBA-Guard, war dabei der Katalysator. Der Franzose trug im zweiten Viertel 11 Punkte zum Comeback bei und half seiner Mannschaft, zur Halbzeit mit 46:44 in Führung zu gehen.

Im weiteren Verlauf bekam es Olympiakos mit den eigenen Fehlern zu tun. Mehrere Turnover ermöglichten Real Madrid, sich zurück ins Spiel zu kämpfen und sogar kurzzeitig in Führung zu gehen. Am Ende aber hielt Olympiakos stand. Alec Peters besiegelte den Erfolg mit dem entscheidenden Free Throw und löste wilde Feierszenen aus. Der American war nach eigener Aussage überwältigt von dem Moment. "Blessed ist das einzige Wort das mir einfällt. Nach vier Jahren Blut, Schweiß und Tränen mit dieser Gruppe ist es schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen."

Fournier endete mit 20 Punkten als Top-Scorer von Olympiakos. Auf der anderen Seite war Trey Lyles, der ehemalige NBA-Spieler, mit 24 Punkten die überragende Figur Madrids. Lyles brauchte alles aufzubieten, um sein Team im Spiel zu halten, doch es reichte nicht ganz aus. Real Madrid musste in diesem Endspiel mit mehreren Verletzungsausfällen klarkommen.

Olympiakos hatte sich den Weg ins Finale hart erkämpft. Im Halbfinale besiegte die Mannschaft von Trainer Georgios Bartzokas Titelverteidiger Fenerbahçe mit 79:61. Real Madrid setzte sich gegen Valencia mit 105:90 durch. Nach dem Sieg machte sich Bartzokas Genugtuung breit. "Real Madrid hat ein exzellentes Spiel gezeigt, wir hatten es schwer. Aber ich denke, wir haben es verdient, wenn man sieht wie wir das ganze Jahr über gespielt haben."

Auch Sergio Scariolo, Madrids Trainer, respektierte die Leistung des Gegners. Die letzten Sekunden hätten sein Team allerdings zu einer Chance auf den Ausgleich führen können. "In den letzten Sekunden haben wir die Gelegenheit zum Ausgleich verpasst. Aber wir haben gegen ein fantastisches Team gekämpft, eine echte Powerhouse. Ich bin sehr stolz wie wir gespielt haben, und wir werden zurück sein."

In Athen und Piräus, dem Heimathafen von Olympiakos, explodierte die Freude. Tausende Fans strömten auf den Hauptplatz, hielten Feuer und Fahnen in Rot und Weiß in die Höhe, tanzten und sangen. Auch Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis gratulierte öffentlich. "Die Spitze der EuroLeague ist jetzt rot-weiß gefärbt", schrieb er online. Fournier fasste die Atmosphäre in einer Aussage zusammen: "Das Gefühl ist noch besser als ich mir das vorgestellt habe. Die Feierlichkeiten werden sicher über heute Nacht hinausgehen."

Ballports-Take: Olympiakos hat mit diesem Titel bewiesen, dass die großen europäischen Clubs mit NBA-Stars in ihren Reihen weiterhin konkurrenzfähig sind. Fournier und Lyles haben gezeigt, dass erfahrene Profis von der NBA den Unterschied machen können, auch wenn Real Madrid am Ende das Nachsehen hatte. Für Fans, die europäischen Basketball verfolgen, ist dieser Titel eine Bestätigung der Qualität der EuroLeague. Der Sieg gegen Fenerbahçe im Halbfinale unterstreicht, dass Olympiakos über die ganze Saison hinweg konsistent spielte. Wer den europäischen Basketball in den Augen behalten will, sollte die Griechen im nächsten Jahr wieder beobachten.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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