Saquon Barkley schenkt krankem Fan ein unvergessliches Moment
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Saquon Barkley schenkt krankem Fan ein unvergessliches Moment

Saquon Barkley organisierte Anfang dieses Monats ein Youth Camp in Scranton, Pennsylvania. Eine Familie aus Exton, Pennsylvania, hätte dort nie teilnehmen dürfen, wenn FlexWork Sports, das Unternehmen hinter dem Camp, nicht flexibel gewesen wäre.

Nikki Ash sah die Ankündigung des Camps auf Facebook und fragte, ob ihr Sohn Mikey dabei sein könnte. Das Risiko: Mikey war 21 Jahre alt, das Camp richtete sich an Kinder von sechs bis 16 Jahren. Hinzu kam eine ernsthafte gesundheitliche Herausforderung. Mikey leidet seit seiner Geburt an Rubinstein-Taybi-Syndrom, einer seltenen genetischen Störung, die fast alle Organsysteme seines Körpers beeinträchtigt. Er sitzt regelmäßig im Rollstuhl, benötigt rund um die Uhr Pflege und verbringt viel Zeit im Krankenhaus. "Er hatte mehr Operationen als Geburtstage", sagte Nikki. Das Camp bedeutete für Mikey besonders viel: Er ist großer Fan der Penn State Nittany Lions und der Philadelphia Eagles, Barkley spielte für beide.

FlexWork koordinierte ein spezielles Treffen zwischen Mikey und Barkley. Als dieser zu Mikeys Gruppe kam, hatte er einen Plan im Kopf. Er würde Mikey den Ball geben, die anderen Kinder würden ihn anfeuern und blocken, während Mikey in die Endzone lief. "Als Saquon fragte, 'Mikey, willst du einen Touchdown erzielen?', sprang Mikey aus seinem Rollstuhl auf und Saquon nahm ihn an der Hand", berichtete Nikki. Barkley machte daraus ein echtes Erlebnis. Er ließ alle Kinder Mikeys Namen skandieren, forderte sie auf, ihm High-Fives zu geben, und machte ihn zum MVP des Moments.

"Ich kann nicht in Worte fassen, was das für meinen Sohn bedeutet hat, was es für mich bedeutet hat", sagte Nikki. "Es waren Emotionen, die über alles hinausgingen, das wir je erwartet hätten. Ich bin dorthin gegangen in der Hoffnung, wir könnten wenigstens an der Seitenlinie sitzen und vielleicht einen Blick auf Saquon werfen. Dass wir tatsächlich etwas zusammen spielen würden, haben wir nie gedacht."

Nach dem Moment, als die Kameras weggingen, ging Barkley zu Nikki und sagte: "Gute Arbeit, Mom. Er ist mein Held." "In diesem Moment bin ich geweint wie ein Baby", erinnerte sich Nikki. "Zu denken, du hast keine Ahnung, wie sehr du unser Held bist, mehr denn je."

Kurz nach dem Camp musste Mikey ins Krankenhaus zurück. Das erste, was er dort tat: Er zeigte das Video von Barkley seinen Krankenschwestern. Er redete von den neuen Freunden, die er gemacht hatte, und davon, dass er einen Football hielt, etwas das die Ärzte ihm einmal für unmöglich erklärt hatten. "Sein Physiotherapeut sagte: 'Ist das alles, was wir brauchen? Dass Saquon Barkley sagt: Mikey, willst du Football spielen?' Er kann nicht mal durch einen Supermarkt laufen, und er ist das Spielfeld hinauf gerannt. Er hat einen Football gespiked", sagte Nikki. "Für einen Moment war unsere Welt normal."

Die Familie schaut sich das Video seitdem unzählige Male an. Nikki ist dankbar, dass Mikey "an einem guten Tag etwas so Glückliches passiert ist". Normalerweise werden ihre Pläne durch Mikeys gesundheitliche Probleme sabotiert, aber an diesem Tag nicht. Er brauchte keinen Sauerstoff, keine Magensonde. Und noch bevor er Barkley traf, wurden andere Kinder im Camp zu seinen Unterstützern, freiwillig schoben sie seinen Rollstuhl oder halfen ihm bei den Football-Übungen.

"Er hat sich all diese neuen Freunde gemacht, alles wegen eines Football-Camps, das wir nie besucht hätten, wenn sie nicht auf Inklusion gesetzt hätten", sagte Nikki. "Das ist so etwas Wunderbares. Sie haben eine ganze neue Welt für uns geöffnet, Erinnerungen, von denen wir leben."

Ballports-Take: Diese Geschichte zeigt, was Profisport im besten Fall bewirken kann: Das Camp hätte Mikey absagen können. Stattdessen ermöglichte FlexWork Sports eine Situation, in der ein schwerkranker junger Mann nicht nur seinen Idol traf, sondern ihn als gleichberechtigten Spieler behandelt wurde. Barkley macht hier keine PR-Show, sondern schafft ein echtes Erlebnis. Für deutsche Fans ist das auch eine Erinnerung daran, wie wichtig Inklusion in Sportstätten und Events ist. Es braucht nicht viel: die richtige Haltung und Menschen, die bereit sind, Regeln zu flexibilisieren, wenn es zählt.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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