Iosivas kämpft gegen Online-Hass und innere Zweifel
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Iosivas kämpft gegen Online-Hass und innere Zweifel

Andrei Iosivas hat mit den Bengals eine schwere Saison hinter sich. Der Wide Receiver sprach offen über die extremen Anfeindungen, die er im Netz erlebt hat. Menschen hätten ihm in direkten Nachrichten geschrieben, er solle sich das Leben nehmen. Das habe ihn beschäftigt, besonders weil er gleichzeitig spielerisch mit Drops kämpfte und nicht die Produktivität zeigte, die man von ihm gewohnt war.

In seinen ersten zwei Jahren in Cincinnati war Iosivas trotz begrenzter Zielquoten produktiv. Zehn Touchdowns auf 51 Receptions in dieser Phase sprachen für eine starke Chemie mit QB Joe Burrow, vor allem wenn dieser der Pocket verließ. Doch 2024, als Burrow verletzungsbedingt ausfiel, kollabierte Iosivas' Output. Statt sechs Receiving Touchdowns im Vorjahr schaffte er nur noch zwei, obwohl er nur drei Receptions weniger hatte. Mit fünf Drops führte er zudem unrühmlich eine negative Statistik an.

Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass Ja'Marr Chase und Tee Higgins die Offense dominieren. Die beiden Pro Bowl Receiver teilen sich etwa 46,3 Prozent aller Targets auf, nachdem sie kombiniert 276 Millionen Dollar neue Verträge unterschrieben. Für einen Sixth-Round-Pick aus Princeton wie Iosivas bleibt unter solchen Bedingungen wenig Platz.

Coach Zac Taylor machte klar, dass er an Iosivas glaubt. "Ich liebe seine Einstellung, seine Haltung und seine Arbeitsweise", sagte Taylor. "Wir sind alle große Fans und hoffen, dass er sich weiter verbessert." In der vergangenen Saison startete Iosivas eine Karriere-Höchstmarke von neun Spielen, doch der Druck wächst. Die Bengals holten sich mit Colbie Young aus Georgia einen vierten Receiver ins Team und gaben damit zu verstehen, dass auf der dritten Receivern-Position Konkurrenz entsteht. Das ist nicht neu für Iosivas: Vor zwei Jahren setzten die Bengals einen Third-Round-Pick auf Jermaine Burton, der dann 2024 Mitte der Saison geschnitten wurde.

Iosivas zuckte mit den Schultern bei dieser Nachricht. "Ich mache einfach mein Ding und was passiert, passiert", sagte er. Die letzten drei Jahre habe er um diese Position gekämpft. Sein Ansatz: Nicht auf die externen Stimmen hören, nicht sich von Umständen ablenken lassen. "Ich weiß, dass ich ein großartiger Spieler bin", sagte Iosivas. "Ich lasse mich nicht von Meinungen von außen oder internen Dingen irritieren."

Ballports-Take: Iosivas' Geschichte zeigt ein häufig übersehenes Problem im modernen Sport: Der mentale Druck kombiniert mit Online-Missbrauch kann Spieler erheblich beeinflussen, besonders wenn die sportliche Leistung parallel sinkt. Für Fantasy-Football-Spieler ist Iosivas derzeit ein riskanter Pick, da die Targets unzuverlässig bleiben und Burrow zurück sein muss. Wer den Bengals folgt, sollte im Blick haben, ob Iosivas seine Drops in der neuen Saison reduziert und ob die Chemie mit Burrow wieder funktioniert. Seine mentale Stärke wird genauso wichtig wie die athletischen Fähigkeiten.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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