Falcons 2026: Kraftprobe gleich zum Auftakt
← NewsNFL

Falcons 2026: Kraftprobe gleich zum Auftakt

Die Atlanta Falcons müssen sich 2026 auf einen rauen Saisonstart einstellen. Der Spielplan, der diese Woche veröffentlicht wurde, beschert dem Team von Neu-Trainer Kevin Stefanski ein ehrgeiziges erstes Drittel der Saison. In den ersten vier Wochen spielen die Falcons nur ein Heimspiel, dafür reisen sie gleich zum Auftakt nach Pittsburgh zu den Steelers. Danach folgen drei Primetime-Spiele hintereinander: erst auswärts bei den Green Bay Packers auf Thursday Night Football, dann das Montagabend-Duell gegen die New Orleans Saints am 5. Oktober, das besonders für die Saints eine emotionale Bedeutung hat. Dieses Spiel markiert den 20. Jahrestag des "Domecoming" der Saints, ihres ersten Spiels im Superdome nach dem Hurrikan Katrina.

Dazwischen müssen sich die Falcons der Baltimore Ravens mit Lamar Jackson stellen. Nach dieser brutalen Aufwärmphase folgt ein kaum leichterer Weg: Heimspiele gegen die Chicago Bears und San Francisco 49ers, beide Playoff-Teams der letzten Saison, dann ein Auswärtsbesuch bei den rivalisierenden Tampa Bay Buccaneers und schließlich ein historisches Abenteuer in Madrid gegen Joe Burrow und die Cincinnati Bengals.

Ein besonderer Moment wartet auf Kevin Stefanski in Woche 14, wenn die Falcons nach Cleveland reisen. Der 49-jährige Trainer betreute die Browns von 2020 bis 2025 und gewann zwei AP Coach of the Year Awards mit ihnen. Die Bilanz fiel allerdings durchwachsen aus: 45 Siege, 56 Niederlagen, zwei Playoff-Auftritte, aber auch acht Niederlagen in den letzten zwei Saisons, bevor er entlassen wurde. Wie die Browns-Fans auf seine Rückkehr reagieren werden, bleibt offen. Stefanski war in Cleveland eine umstrittene Figur.

Auch Raheem Morris kehrt nach Atlanta zurück. Der frühere Falcons-Coach, der nach der vergangenen Saison entlassen wurde, kommt in Woche 7 als Defensive Coordinator der San Francisco 49ers ins Stadion.

Das große Bild: Die Falcons haben rechnerisch die viertleichteste Bilanz im NFL-Spielplan mit einer gegnerischen Siegquote von 0,465 aus der Vorjahressaison. Dennoch sieht es für die erste Hälfte verheerend aus. Der Sportwetter DraftKings setzt den Over/Under für Siege auf 7,5, während ESPN-Analyst Mike Clay mit nur 5,7 Siegen rechnet.

Die großartige Vision für Atlanta: Die Falcons könnten die Saison spektakulär abschließen. In den finalen drei Wochen spielen sie ausschließlich gegen NFC-South-Rivalen: erst zu Hause gegen Tampa Bay und New Orleans, dann auswärts in Charlotte gegen die Carolina Panthers. Sollte das Mittelfeld der Saison besser laufen als erwartet, könnten drei Divisionssiege zum Playoff-Einzug führen. Ein turbulentes Team, das nach rauem Start zur Form findet, ist nicht unwahrscheinlich.

Ballports-Take: Für deutsche Fans, die die Falcons verfolgen, wird 2026 eine Geduldsprobe. Der Saisonstart ist dermaßen anspruchsvoll, dass selbst ein Contender-Team ins Straucheln geraten könnte. Kevin Stefanski bekommt wenig Puffer für Experimente, und die Frage ist weniger ob, sondern wie oft die Falcons früh stolpern werden. Der Trip nach Madrid in Woche 9 ist zumindest eine seltene Chance für europäische Fans, die Falcons live zu sehen. Interessant wird es, ob die Mannschaft tatsächlich die Cleverness zeigt, in den letzten Wochen gegen schwächere Divisionskonkurrenz Siege zu sammeln. Das könnte der Unterschied zwischen Playoff und Draft sein.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
← Alle News