A'ja Wilson hat einen Meilenstein erreicht, den nur die wenigsten Spieler in der WNBA je schaffen: Sie wurde die schnellste Spielerin in der Geschichte der Liga, die 6.000 Punkte erzielte. Gegen die Seattle Storm gelang ihr das Kunststück in ihrem 278. Spiel. Damit übertrumpft sie Diana Taurasi, die für diese Marke 291 Spiele brauchte. Wilson selbst sorgte mit 34 Punkten dafür, dass die Las Vegas Aces die Storm deutlich mit 101:91 besiegten.
Wilson war in jeder Facette des Spiels präsent. Sie schnappte sich 12 Rebounds, verteilte neun Assists und blockte drei Würfe. Dabei war sie hocheffizient: Sie traf zehn ihrer 19 Feldwürfe, versenkte drei 3-Pointer und war an der Free-Throw-Linie praktisch fehlerfrei mit 11 von 13 verwandelten Würfen. Besonders in der ersten Hälfte dominierte sie das Spiel mit 21 Punkten und half Las Vegas, mit 50:43 in die Pause zu gehen. Den entscheidenden Moment für ihren Rekord schuf Wilson gut fünf Minuten vor dem Ende mit einem Offensive Rebound. Anschließend versenkte sie einen Jumper von der Free-Throw-Linie und hatte damit Geschichte geschrieben.
Jackie Young unterstützte die Aces mit 29 Punkten. NaLyssa Smith steuerte 16 Punkte und neun Rebounds bei, während Chelsea Gray zwölf Punkte und acht Assists verteilte. Las Vegas brauchte nur 1:05 Minuten bis zum Ende des Spiels, um die 100-Punkte-Marke zu knacken, als Young ihren Dreier senkte. Damit verbeserten sich die Aces auf 8:3 Siege in dieser Saison und holten ihren zweiten Heimsieg.
Seattle konnte nicht mithalten. Dominique Malonga erzielte 19 Punkte, Natisha Hiedeman kam auf 17 Zähler. Flau'jae Johnson ergänzte mit 13 Punkten, Awa Fam mit 16 Punkten. Die Storm, die mit einem 3:10-Rekord kämpfen, haben auswärts nur ein Spiel gewonnen. Besonders auffällig: Jewell Loyd, die früher für Las Vegas spielte, warf gegen ihre Ex-Mannschaft nur fünf Punkte auf 2-von-7 Würfen.
Wilsons Rekord unterstreicht ihre Dominanz in der modernen WNBA. Sie hat sich in weniger Spielen als Taurasi etabliert, was nicht nur für ihre persönliche Karriere spricht, sondern auch für die Effizienz und Konsistenz, mit der sie auf diesem Niveau agiert. Für deutsche Basketball-Fans ist Wilson ein Paradebeispiel für einen All-Around-Player, der sich nicht auf eine Fähigkeit verlässt, sondern in allen Bereichen des Spiels präsent ist. ballports wird die weitere Entwicklung der Aces in dieser Saison beobachten, denn mit Wilson und Young haben sie zwei Spielerinnen, die jederzeit ein Spiel übernehmen können.