Die Portland Fire haben sich in ihrem ersten Aufeinandertreffen mit dem Expansion-Partner Toronto Tempo klar mit 99-80 durchgesetzt. Emily Engstler führte die Fire mit 16 Punkten und 7 Rebounds an, während Portland in der zweiten Halbzeit überragend agierte und Toronto mit 55-36 Punkten dominierte.
Das Spiel war in den ersten 15 Minuten ausgeglichen und hitzig. Zehnmal wechselte die Führung, bis Marina Mabrey mit einem Dreier einen 9-0-Lauf der Tempo einleitete und Toronto mit 39-30 in Führung ging. Portland antwortete mit einem Timeout und kämpfte sich zurück. Die Fire übernahmen die Kontrolle und führten mit etwa einer Minute vor Ende der ersten Halbzeit 42-40. Zur Halbzeit stand es 44-44.
Im dritten Viertel blieb das Spiel eng. Portland führte 66-61 nach zwölf Minuten. Doch dann drehte die Fire auf. Ein Dreier von Nyadiew Puoch setzte den Startschuss für einen 11-0-Lauf, der Portland auf 77-63 davonziehen ließ. Die Fire ließen sich nicht mehr einholen und schossen im Schlussviertel beeindruckende 33 Punkte. Portland verpasste damit knapp die erste 100-Punkt-Partie in ihrer Debütsaison.
CARLA LEITE steuerte 15 Punkte und 9 Assists bei, Bridget Carleton addierte 15 Punkte, Megan Gustafson 14 und Sarah Ashlee Barker 12 Zähler. Engstler blockte zudem vier Schüsse. Für Toronto war Marina Mabrey mit 19 Punkten und 8 Assists beste Scorerin. Die Rookie Kiki Rice traf beeindruckende 8 von 11 Würfen und erzielte ebenfalls 19 Punkte, was ihrem bisherigen Saisonhöchstwert entsprach. Brittney Sykes kam auf 10 Punkte.
Toronto erhielt eine wichtige Rückkehr: Nyara Sabally, die wegen einer Nackenproblematik zwei Spiele gefehlt hatte, kehrte mit 9 Punkten in 23 Spielminuten zurück. Bei Portland fehlte dagegen Karlie Samuelson, die mit einer Fußverletzung ausfällt und trotz Verfügbarkeit keine Spielzeit erhielt.
Portland (3-3) reist am Montag nach New York, Toronto (3-4) empfängt Chicago am Mittwoch.
Ballports-Take: Zwei Expansion Teams, die unterschiedlicher nicht entwickeln könnten. Portland beweist mit dieser Performance, dass die Fire schneller als Toronto in die WNBA-Realität angekommen sind. Die Balance aus etablierten Spielerinnen wie Engstler, Leite und Gustafson versus jungen Kräften funktioniert bislang deutlich besser. Für Toronto ist der Auftritt ein Warnschuss, aber mit Rice haben sie einen Lottery Pick, der aufzeigt, dass längerfristig Hoffnung berechtigt ist. Interessant wird, wie schnell die Tempo unter Druck stabiler agieren lernen.