Nicht jeder Sieg wird nur in der Bilanz gemessen. Bei Curt Cignetti war der Erfolg am Sonntag auch buchstäblich zu sehen: Indianas Football-Trainer saß im Pace Car der Indy 500 und führte das gesamte Starterfeld der legendären Indianapolis Motor Speedway zu den Aufwärmrunden. Kaum jemand ist im Bundesstaat Indiana gerade populärer als Cignetti. Der Coach hat die Hoosiers zur College Football Playoff National Championship 2026 geführt, nachdem er das Programm in nur zwei Jahren komplett umgekrempelt hat. Als er im November 2023 anfing, hatten die Hoosiers die meisten Niederlagen aller größeren College-Football-Programme zu verkraften. Heute steht Cignetti mit einer Bilanz von 27:2 in Bloomington da. Seit der ersten Runde der College Football Playoffs im Dezember 2024 hat Indiana kein Spiel mehr verloren.
Bei der Eröffnungszeremonie des Rennens zeigte Cignetti seinen gewohnten direkten Humor: "Mir gefällt es, Nummer eins zu sein. Ich starte vorne und fahre vorne rein." Vorbereitet auf seine Rolle wurde der Trainer von der ehemaligen Rennfahrerin Sarah Fisher, die sieben Indy-500-Starts in ihrer Karriere absolviert hat. Cignetti war nicht der einzige aus der Indiana-Sportszene, der bei den Zeremonien eine Rolle spielte. Caitlin Clark, die Superstar-Guardin der Indiana Fever, war die Grand Marshal des Tages.
Ballports-Take: Cignetti hat Indiana vom Pariahstatus zu einem National-Championship-Programm gemacht, und die Popularität, die er sich damit verdient hat, reicht weit über den Football hinaus. Seine Gegenwart beim Indy 500 zeigt, wie sehr ein erfolgreicher College-Coach die Kultur eines ganzen Staates verändern kann. Das ist der Stoff, aus dem legendäre Trainer-Karrieren entstehen, und es erklärt, warum Top-Programme wie Alabama oder Ohio State ihn gerne abgeworben hätten. Für Hoosier-Fans ist das eine goldene Ära, die Cignetti mit jeder neuen Erfolgsgeschichte weiter festigt.