College Football rüstet sich für Umbruch ab 2027
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College Football rüstet sich für Umbruch ab 2027

Die College-Football-Saison könnte bald früher starten als je zuvor. Das Football Oversight Committee der NCAA schlägt vor, die reguläre Saison 2027 bereits in der sogenannten Week 0 vor dem Labor Day-Wochenende zu beginnen. Das Modell sieht vor, dass Teams in 14 Wochen 12 Spiele absolvieren und damit zwei freie Termine bekommen. Die Saison würde weiterhin am Samstag nach Thanksgiving enden. Das gibt den Universitäten Luft zum Atmen in einem Kalender, der ohnehin schon unter Druck steht.

Die ACC drückt seit Jahren aufs Tempo. Commissioner Jim Phillips, der im Management Committee des College Football Playoff sitzt, sieht in diesem Modell die logische Modernisierung. "Es geht uns um Flexibilität", sagte Phillips gegenüber ESPN. Die früheren Starts, zwei offene Wochen und ein optimierter Kalender würden Reisebelastung und Verschleiß reduzieren. Das Modell berücksichtigt auch die wachsende Komplexität: Transferportal, Spring Practice, offseason und ja, auch akademische Anforderungen spielen eine Rolle.

Die SEC zeigt Interesse, bewegt sich aber vorsichtiger. Commissioner Greg Sankey betont, dass man am Ende des Prozesses noch nicht angekommen ist. Die zentrale Frage für die SEC lautet: Geht es um einen früheren Playoff-Start oder primär um die zwei freien Wochen? Sankey tendiert zu letzterer Interpretation. Die NCAA erwartet, dass die offizielle Genehmigung im Juni kommt.

Parallel dazu arbeitet das CFP-Management Committee an einem 24er-Feld für die Zukunft. Dabei soll ein Klassiker bewahrt bleiben: das Army-Navy-Spiel, gespielt am zweiten Samstag im Dezember. Ein 24er-Feld könnte eine zusätzliche Spielwoche erfordern, was den Dezember-Start früher werden lässt. Die Balance zwischen Expansion und Tradition wird dabei zur Kernaufgabe.

Ballports-Take: Deutsche Fans von College Football können diesen Wandel getrost beobachten. Die früheren Starts ab 2027 verändern die TV-Zeiten in Deutschland minimal, dürften aber zeigen, wie die nächste Generation der amerikanischen Elite-Unis plant. Die 24er-Feld-Diskussion ist relevant für jeden deutschen Fan, der sich fragt, ob sein favorisiertes Team überhaupt noch groß genug zum Spielen ist. Dass die USA ihre Saison straffer organisieren will, hat auch mit Verletzungsprävention und akademischen Standards zu tun. Das sollte auch die GFL und ELF gedanklich mitnehmen.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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