Die NCAA hat gegen die University of North Dakota ein Disziplinarverfahren abgeschlossen, das Tampering-Verstöße im Footballprogramm der Universität aufdeckte. Assistenztrainer Travis Stepps hatte einen Spieler kontaktiert, der von einer anderen Schule kam, ohne dass dieser in den Transfer Portal eingetreten war. Das ist unter NCAA-Regeln verboten.
Der Kontakt fand größtenteils im Herbst statt, bevor das Transfer Portal-Fenster überhaupt geöffnet hatte. Stepps kannte den Spieler bereits von dessen Zeit in der High School und kommunizierte mit ihm knowingly. Die Verletzung kam ans Licht, als Stepps das akademische Transkript des Spielers an die Compliance-Abteilung der North Dakota schickte. Die Mitarbeiter dort erkannten sofort, dass der Spieler nicht im Portal registriert war, und meldeten den Fall.
Head Coach Eric Schmidt war sich der unpermitted contact nicht bewusst. Obwohl er als Head Coach die Verantwortung trägt, einigten sich alle Beteiligten darauf, dass Schmidt keine Strafen erhält. Das Programm und die NCAA-Enforcement-Abteilung bestätigten, dass Schmidt eine Compliance-Kultur im Team gefördert hat. Die Schule selbst meldete die Verstöße nach oben.
Folgende Strafen wurden verhängt: Das Programm erhält ein Jahr Bewährung und muss eine Geldstrafe von 25.000 Dollar zahlen. Während des Transfer Portal-Notification-Fensters im Januar 2027 darf die Football-Abteilung eine Woche lang keine Recruiting-Kommunikation führen. In der Saison 2026-27 sinkt die Zahl der offiziellen bezahlten Visits um 3 Prozent, und es gibt drei separate einwöchige Bans für inoffizielle Visits. Stepps erhält eine einjährige Show-Cause-Order und sitzt eine Spielsperre in der Saison 2026.
Ballports-Take: Dieser Fall zeigt, wie die NCAA ihre Transfer-Regeln durchsetzt, besonders im Recruiting vor dem Portal. Für deutsche Fans, die North Dakota oder andere FCS-Programme folgen, ist das relevant, weil solche Verstöße die Schlagkraft eines Teams schwächen können. Die einjährige Bewährung und die Recruiting-Einschränkungen werden North Dakota 2026 und 2027 spürbar treffen. Stepps' Spielsperre in der kommenden Saison ist ein deutliches Signal der NCAA, dass Tampering mit harten Konsequenzen geahndet wird.