John Blackwell hat sich aus dem NBA Draft zurückgezogen. Der Guard der Wisconsin Badgers wird in der kommenden Saison für Duke spielen, wie er am Freitag auf Instagram verkündete.
In seiner letzten Saison für Wisconsin war Blackwell einer der konstantesten Scorer der Badgers. Der 1,93 Meter große Guard erzielte durchschnittlich 19,1 Punkte pro Spiel, holte 5,1 Rebounds und verteilte 2,3 Assists. An seiner Seite agierte Nick Boyd, zusammen bildeten die beiden eines der stärksten Backcourt-Duos im ganzen Land. Von der Dreierlinie traf Blackwell 39 Prozent seiner Versuche, eine Quote die Wisconsin half, die reguläre Saison mit 24 Siegen in 35 Spielen abzuschließen und zum dritten Mal in Folge ins NCAA-Turnier einzuziehen.
Doch Blackwell zeigte sich besonders in den großen Spielen. Gegen das spätere nationale Champion Michigan erzielte er 26 Punkte in einem Auswärtssieg. In zwei Heimsiegen gegen Illinois, das es bis ins Final Four schaffte, legte er durchschnittlich 27,5 Punkte auf. Ein weiterer Beweis seiner Qualität: 25 Punkte in einem spätsaisonalen Auswärtsspiel gegen Purdue, das die NCAA-Endrunde erreichte. Im NCAA-Turnier selbst, das Wisconsin früh endete, kam Blackwell gegen High Point auf 22 Punkte und 10 Rebounds.
Der Wechsel zu Duke ist ein Statement von Blackwell. Statt das Risiko des NBA Draft zu gehen, setzt der Guard darauf, sich an einer Eliteuniversität weiterzuentwickeln. Mit der zusätzlichen Saison unter Dach und Fach kann Blackwell noch an seiner Athletik, seinem Ballhandling und seiner Defensive arbeiten. Duke bietet ihm eine Plattform, um seinen NBA-Draft-Stock zu erhöhen und gleichzeitig auf College-Level noch Titel zu gewinnen.
Ballports-Take: Für deutsche Fans, die College Basketball verfolgen, ist das ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie talentierte Guards ihren Weg zum Draft optimieren. Blackwell bleibt ein Name zum Merken für alle, die den NBA-Scouting-Prozess mitverfolgen. Seine Dreiequote und seine Clutch-Performance in Top-Spielen zeigen, dass er NBA-ready ist, aber die zusätzliche Entwicklungszeit bei einem Blue-Blood-Programm wie Duke macht ihn für Scouts noch interessanter. Wer Wisconsin in der kommenden Saison im Tournament verfolgt, wird Blackwell dort nicht mehr sehen.