Airion Simmons wegen Spielmanipulation lebenslang gesperrt
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Airion Simmons wegen Spielmanipulation lebenslang gesperrt

Die NCAA hat den ehemaligen Basketball-Spieler Airion Simmons von der Abilene Christian University am Freitag dauerhaft gesperrt. Der Grund: Simmons soll zwischen 2019 und 2024 an der Abilene Christian gespielt und sich mit Wettbetrügern abgesprochen haben, um Spiele zu manipulieren. Im März 2024 vereinbarte er mit einem Teammate und mindestens einem Wetter, ein Spiel absichtlich zu verlieren, um Geld zu verdienen.

Die Details der Manipulation zeigen das Ausmaß der Verschwörung. Simmons wurde von Wettfixern kontaktiert, die ihm 3.500 Dollar anboten, um "schlecht zu spielen". Er spielte nur elf Minuten und verließ das Spiel dann mit einer angeblichen Handverletzung. Nach dem Spiel traf sich Simmons mit jemandem in einem Parkplatz in Dallas, um das Bargeld zu kassieren. Er behielt das Geld und zahlte die anderen Spieler, mit denen er sich abgesprochen hatte, nicht.

Die Wettfixer arbeiteten nach einem bewährten Schema. Sie platzierten Wetten gegen Simmons' Team und rekrutierten Spieler, die absichtlich schlecht spielen, sich aus dem Spiel heraushalten oder andere Spieler isolieren sollten, um Punkte zu verhindern. Auf diese Weise betrogen sie Sportwettanbietende und andere Wettende. Ein Kumpel von Simmons hielt sich später komplett aus einem Spiel heraus, und bei einer FaceTime-Konferenz erklärte ein Wetter einer Gruppe von Spielern direkt, dass sie das Spiel verlieren sollten.

Im Dezember 2025 befragten NCAA-Ermittler Simmons, der zugab, dass ihn ein zweiter Wetter ebenfalls kontaktiert hatte. Ein anderer Spieler der Abilene Christian kam später zur Mannschaft, meldete die Vorfälle und berichtete, dass Simmons und sein Teammate ihn im März 2024 überreden wollten, bei derselben Spielmanipulation mitzumachen. Dieser Student-Athlet nahm an der fraglichen FaceTime-Konferenz teil, an der Simmons, der Teammate und der Wetter teilnahmen. Nach Angaben der NCAA war das Spielergebnis bereits festgelegt, bevor dieser Spieler überhaupt auf das Spielfeld kam.

Auch Simmons selbst sagte den NCAA-Ermittlern aus, dass er den Wettern von einer Handverletzung berichtete und andeutete, dass sein Status unklar wäre. Er informierte die Wetter auch, dass ein anderer Kumpel nicht spielen würde. Simmons erklärte sich bereit, befragt zu werden, weigerte sich aber später, bei den Verfahrensschritten zu kooperieren.

Im Januar wurde Simmons zusammen mit den beteiligten Wettern von Bundesanwälten in Pennsylvania angeklagt. Die Anklage umfasst Bestechung, Betrug und Verschwörung. Simmons ist nicht der erste Spieler, der für Spielmanipulation gesperrt wurde. Im Januar 2025 sperrte die NCAA bereits zwei ehemalige Basketball-Spieler der Fordham University auf Lebenszeit.

Ballports-Take: Dieser Fall zeigt, wie anfällig hochschulsport für organisierte Wettbetrug ist. Spielmanipulation wird in der College-Basketball-Szene wieder zum großen Thema, und die NCAA drückt hart dagegen. Für deutsche Basketball-Fans, die College-Spiele verfolgen, ist das wichtig: Einzelne Spielerleistungen können täuschen, wenn dahinter Absprachen stecken. Der Fall Simmons ist auch ein warnendes Beispiel für die Grenzen von Sportwetten und warum ihre Regulierung kritisch ist. Die NCAA wird hier konsequent durchgreifen müssen, um die Integrität des College-Sports zu bewahren.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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