Kendal Daniels soll Kaden Elliss bei den Falcons ersetzen
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Kendal Daniels soll Kaden Elliss bei den Falcons ersetzen

Kendal Daniels weiß genau, warum die Atlanta Falcons ihn in der vierten Runde des Drafts ausgewählt haben: seine Vielseitigkeit. Bei Oklahoma spielte der Linebacker praktisch überall in der Defense, nur nicht an der Defensive Line. Ursprünglich als Safety rekrutiert, agierte Daniels als Linebacker, als Nickel Corner und in der Secondary. Coach Brent Venables nannte diese Hybridrolle einen "Cheetah". Bei seinem Rookie-Camp in Flowery Branch zeigte sich Daniels bereit für alles. "Wenn sie wollen, dass ich beim Field Goal halte, dann mache ich das", sagte der 1,93 Meter große, 110 Kilo schwere Linebacker mit beeindruckenden 32,5 Zoll Armlänge.

Die Falcons haben mit Daniels und Harold Perkins Jr. aus LSU zwei Linebacker im Draft geholt, die sie gerne zu Startern entwickeln möchten. Grund: Kaden Elliss ist zu den New Orleans Saints in die Free Agency gewechselt. Der ehemalige Tackle-Leader der Falcons war einer der besten blitzenden Off-Ball-Linebacker der Liga. Perkins hingegen war ein komplexer Fall. Nach einer starken Freshman-Saison mit 7,5 Sacks als First-Team All-SEC sollte er früh gedraftet werden. Doch nach einer ACL-Verletzung 2024 rutschte er bis in die sechste Runde ab. 2025 kam Perkins mit vier Sacks und drei Interceptions zurück.

Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein. Daniels ist mit 4,76 Sekunden auf den 40 Yards nicht besonders schnell und galt nicht als besonders athletisch. Perkins dagegen lief 4,4 Sekunden und spielt auf der schwachen Seite, wo normalerweise die explosivsten Linebacker stehen. "Es macht Spaß, sich zu bewegen, zu rennen und Hits zu setzen", sagte Perkins beim Rookie Camp. "Plays machen ist das, was ich liebe." Obwohl beide als "positionless" gelten könnten, sieht Defensive Coordinator Jeff Ulbrich Potenzial. Im vergangenen Jahr machte er aus Divine Deablo, ebenfalls ein konvertierter Safety, einen Schlüsselspieler einer deutlich verbesserten Defense, die mit 57 Sacks einen Franchise-Rekord aufstellte. Daniels studiert bereits Deblos Filme.

Die Falcons verpflichteten Christian Harris im März, der als Favorit auf den Starting-Job gilt. Doch Trainer Kevin Stefanski machte klar: Diese Rollen müssen sich verdient werden. Harris war 2022 und 2023 Starter bei den Houston Texans, bevor Verletzungen häuften sich. "Heutzutage müssen wir oft mit Rookies rechnen", sagte Stefanski. "Es gibt keinen Grund, jemanden rauszulassen, wenn er bereit ist. Viel bei diesem Spiel geht um Rollen verdienen. Wenn ein Rookie sich eine Rolle verdient und in Woche 1 bereit ist, dann spielt er. Wir haben nicht den Luxus, Spieler zu redshirten."

Ballports-Take: Die Falcons bauen ihre Defense strategisch um und zeigen dabei Geduld mit jungen Talent, aber auch Realismus. Dass Elliss zu den Saints wechselt, ist für Atlanta ärgerlich, öffnet aber Chancen für Rookies. Daniels bringt genau das mit, was moderne Defenses brauchen: Flexibilität. Mit Ulbrich als Koordinator, der bereits Divine Deablo erfolgreich entwickelt hat, könnte das System funktionieren. Fantasy-Spieler sollten Daniels auf der Watchlist haben, aber nicht erwarten, dass er sofort startet. Für deutsche Fans relevante Info: Die Falcons spielen in einer spannenden Transition-Phase und könnten in kommenden Saisons wieder stärker werden.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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