Lamar Jackson, Center und Madubuike: Ravens vor großen Fragen
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Lamar Jackson, Center und Madubuike: Ravens vor großen Fragen

Die Baltimore Ravens haben sich für die neue Saison viel vorgenommen. An der Wand neben dem Trainingsplatz prangt in großen Lettern der Satz "Be The Best" – das Motto von Trainer Jesse Minter, der sich beim Amtsantritt im Januar klar äußerte: Die Ravens wollen die beste Mannschaft der NFL werden. Die Chancen stehen nicht schlecht. Nach den Wettquoten von DraftKings haben die Ravens die zweitbesten Chancen auf den Super Bowl, nur die Los Angeles Rams werden bevormundet. Beim Saisongewinn liegen sie sogar vorne. Doch bevor die Organized Team Activities nächste Woche beginnen, müssen mehrere kritische Baustellen geklärt werden.

Die größte Frage dreht sich um Lamar Jackson und seine Zukunft bei den Ravens. Der zweifache MVP hat noch zwei Jahre Vertrag, aber sein Cap Hit explodiert nächste Saison: 84,34 Millionen Dollar, das ist der zweithöchste Wert in der gesamten Liga. General Manager Eric DeCosta will eine Verlängerung, um diesen Berg zu entschärfen. Besonderheit: Jackson hat keinen Agenten und verhandelt selbst. Im März kam es zu Spannungen, weil sich beide Seiten nicht einigten, obwohl Owner Steve Bisciotti persönlich mit Jackson sprach. Das positive Signal: Jackson nimmt an den freiwilligen Offseason-Aktivitäten teil, etwas das er früher regelmäßig sausen ließ. "Ich genieße es wirklich, Lamar kennenzulernen", sagte Offensive Coordinator Declan Doyle. "Jede Beziehung braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen, aber bis jetzt bin ich wirklich begeistert." DeCosta strahlte Optimismus aus: "Ich bin zuversichtlich, dass Lamar hier bleibt. Ich denke, er liebt das Team, die Stadt, unsere Fans. Wenn ich an die Ravens denke, denke ich an Lamar Jackson auf dem Platz."

Die zweite Krise ist größer und unmittelbarer: das Center-Problem. Tyler Linderbaum, dreifacher Pro Bowler, ist zu den Las Vegas Raiders in die Free Agency gegangen. Die Ravens haben darauf nicht reagiert und keinen Center in den elf Draft Picks berücksichtigt. Jetzt fehlt ihnen die Hilfsmannschaft vor Jackson auf einer kritischen Position. "Center ist momentan ein etwas turbulentes Feld", gab DeCosta zu. "Wir müssen das ausarbeiten." Die Ravens schauen sich um, mögliche Trades sind Thema. Die Top-Center des Drafts, Iowas Logan Jones und Floridas Jake Slaughter, kamen nicht infrage – wahrscheinlich weil Baltimore andere Prioritäten hatte. Die Antwort könnte also von außen kommen.

Als dritter Knackpunkt wartet die Situation um Pro Bowl Defensive Tackle Nnamdi Madubuike auf Klärung. Details zum Stand seiner Verhandlungen oder eventuellen Problemen wurden noch nicht öffentlich gemacht, aber es ist ein weiterer Punkt auf DeCostas To-Do-Liste vor dem Start der Team Activities.

Ballports-Take: Die Ravens haben ein Super-Bowl-Team zusammen, aber die Details müssen stimmen. Jackson mit einem fairen Deal zu halten ist essentiell – wer einen Top-5-QB auf dem Platz hat, darf ihn nicht durch Cap-Chaos gefährden. Das Center-Problem ist dagegen das größere Mysterium: Eine schlechte Line vorne zerstört sofort die besten Offense-Pläne. Für Fans außerhalb der NFL ein wichtiger Lehrsatz: Glamour-Positionen gewinnen keine Playoffs, Offensive Line tut es. Wenn Baltimore das Center-Thema nicht elegant löst, könnte eine sonst starke Saison schnell frustrierend werden.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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