SEC und Big Ten blockieren College-Sports-Reformgesetz
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SEC und Big Ten blockieren College-Sports-Reformgesetz

Die beiden größten Conferences im College Football haben sich gegen die aktuelle Version eines parteiübergreifenden Gesetzentwurfs gestellt, der die chaotische Lage im studentischen Sport regeln soll. Am Dienstag veröffentlichten SEC und Big Ten eine gemeinsame Erklärung, in der sie das sogenannte Protect College Sports Act ablehnen. Ihr Hauptkritikpunkt trifft den Kern der Regelung: Das Gesetz regele nicht angemessen, wie Bundesgesetze staatliche Regelungen verdrängen sollen. Diesen Punkt hatten Beobachter lange als essentiell für die Unterstützung durch NCAA und Conferences eingestuft.

Der Gesetzentwurf, entworfen von Senator Ted Cruz (Republikaner aus Texas) zusammen mit Senatorin Maria Cantwell (Demokratin aus Washington), würde der NCAA ein Antitrust-Privileg geben. Damit könnte die Organisation wieder Regeln durchsetzen, die zuletzt in Gericht angefochten wurden: Limits bei Spielerwechseln, Spielerförderung und Beschränkungen beim Abwerben von Coaches während der Saison. Cruz sagte dem Associated Press, das Gesetz sei gezielt darauf ausgerichtet, widersprechende Staatsgesetze zu verdrängen. Das Timing ist bemerkenswert: Die SEC-Big-Ten-Stellungnahme kam weniger als 24 Stunden vor einer Anhörung zum Gesetzentwurf im Senate Commerce Committee, das Cruz leitet.

Big 12 und ACC unterstützen das Vorhaben bereits. Doch SEC und Big Ten sind die zwei reichsten Conferences und kontrollieren auch die Zukunft des College Football Playoff. Deshalb haben ihre Stimmen maximales Gewicht. Ein zentraler Punkt des Gesetzes: Conferences könnten ihre Medienrechte zusammenlegen. Jahrelang behaupten Big Ten und SEC, dass dieses Pool-Modell nicht den Gewinnsprung bringt, den Befürworter versprechen. Die Leagues gingen in ihrer Erklärung auf dieses Thema nicht ein.

Ballports-Take: Für deutsche College-Football-Fans bedeutet das eine wichtige Erkenntnis: Die großen Powerconferences legen sich nicht so einfach Regeln auf, auch nicht wenn sie dem gesamten System helfen könnten. SEC und Big Ten fürchten, dass ein bundesweites Gesetz ihre Flexibilität beschränkt und ihre Einnahmen gefährdet. Der Konflikt zeigt, wie fragmentiert der US-College-Sport immer noch ist. Ohne Unterstützung der reichsten Ligen wird dieses Reformgesetz kaum eine Chance haben.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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