Franklin will Virginias Tech neuen AD aggressiv für Football
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Franklin will Virginias Tech neuen AD aggressiv für Football

James Franklin hat gerade sein Amt als Trainer der Virginia Tech Hokies angetreten, und schon steht die Universität vor einer unerwarteten Herausforderung. Innerhalb weniger Wochen kündigten sowohl Schulpräsident Tim Sands als auch Athletic Director Whit Babcock ihre Rücktritte an, obwohl sie Franklin im November selbst geholt hatten. Der neue Trainer sitzt nun bei der Suche nach ihren Nachfolgern am Tisch und weiß genau, was er braucht.

Franklin sprach während der ACC-Konferenzen offen über seine Anforderungen an den künftigen Athletic Director. Der Mann oder die Frau, die das Amt übernimmt, müsse "mutig und aggressiv" mit dem Football umgehen. Das klingt wie eine klare Forderung, ist aber durchaus berechtigt. Virginia Tech genehmigte gerade erst einen vierjährigen Plan mit 229 Millionen Dollar für die Athletikabteilung, mit klarem Fokus auf die Revitalisierung des Footballprogramms. Dieses Geld liegt auf dem Tisch, und Franklin will einen Partner, der es auch intelligent nutzt.

Die Realität der letzten Jahre in Blacksburg lässt sich in einer Zahl zusammenfassen: 3-9 war der Record der vergangenen Saison. Noch drastischer wird es, wenn man weiter zurückblickt. Die Hokies haben seit 2016 keine Saison mit zehn oder mehr Siegen mehr zusammengebracht. Das ist lange her für ein Programm, das einmal stolz auf seine Tradition war. Franklin weiß, dass dieser Druck nun auf seinen Schultern liegt, und er braucht einen Athletic Director, der diesen Druck versteht statt ihn zu bremsen.

Franklin sieht aber auch die Chancen in der Situation. Gemeinsam mit einem neuen Athletic Director könnte man als Team anfangen, ohne alte Gewohnheiten mitschleppen zu müssen. "Es ist nicht unbedingt ideal, aber es gibt auch Vorteile, wenn man zusammen mit jemandem Neuem anfangen kann und gemeinsam aufbaut", sagte Franklin. Beide könnten mit frischen Augen an die Aufgabe herangehen.

Ebenso wichtig ist für Franklin die Wahl des nächsten Schulpräsidenten, auch wenn diese Entscheidung länger dauert. Ein Präsident, der die Bedeutung des Athletics versteht und den Football nicht als notwendiges Übel, sondern als strategisches Zentrum begreift, könne Enormes bewirken. Franklin drückte es so aus: "Wenn man einen Präsidenten findet, der die Bedeutung von Athletics und speziell Football wirklich versteht und umarmt, dann kann man wirklich spezielle Dinge tun."

Das ist weniger eine Drohung als vielmehr ein Eingeständnis von Franklins Erfahrung. Ein Schulpräsident und ein Athletic Director, die beide an denselben Strang ziehen, können ein Sportprogramm transformieren. Ohne diese Einheit wird es deutlich schwerer. Franklin hat sich bewusst in den Suchprozess eingebunden, weil er weiß, dass die nächsten Monate entscheidend für seine Amtszeit sind.

Ballports-Take: Für Beobachter des College Football zeigt sich hier ein faszinierendes Management-Drama. Franklin kam mit großem Auftrag nach Blacksburg, und statt auf bewährte Strukturen zu bauen, muss er diese selbst erst schaffen. Das könnte ein Vorteil sein, wenn die neuen Führungskräfte wirklich verstehen, was nötig ist. Für europäische Fans, die College Football neu entdecken, ist das ein Lehrstück: Erfolg braucht nicht nur einen guten Trainer, sondern auch die richtige institutionelle Unterstützung von oben. Virginia Techs Investition von 229 Millionen Dollar zeigt, dass die Universität bereit ist. Jetzt kommt es darauf an, ob die neuen Entscheidungsträger diesen Willen teilen.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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