Marina Mabrey hat es sich zur Aufgabe gemacht, Torontos erste Partie in der Franchisegeschichte zu gewinnen. Die Shooting Guard traf 26 Punkte und versenkte sechs Dreier, während Brittney Sykes mit 18 Punkten, acht Rebounds und sechs Assists die Offensive unterstützte. Toronto siegte 86-73 gegen die Seattle Storm und schrieb damit ein wichtiges Kapitel in der jungen Geschichte des Expansion-Teams.
Die Partie entschied sich im dritten Viertel. Toronto zog davon, erzielte 18 Punkte bei nur sechs Storm-Punkten und führte plötzlich 65-56. Mabrey und Maria Conde steuerten in diesem Abschnitt 14 Punkte gemeinsam bei. Im vierten Viertel legte Mabrey ein Solo-Konzert auf. In den ersten sechs Minuten des Schlussviertels allein acht Punkte, zwei Dreier davon im Abstand von etwa einer Minute. Den zweiten versenkte sie kurz vor der Grundlinie zum 81-71 für Toronto. Seattle kam nicht mehr heran, erzielte in den letzten sechs Minuten nur noch ein Feldtor.
Condé endete mit 16 Punkten von der Bank aus, Rookie Kiki Rice, erste Pick des Tempo im Draft, kam auf 12 Punkte. Toronto steht nach dieser Partie bei 1-1. Seattle musste sich mit 1-2 geschlagen geben. Dominique Malonga war beste Werferin der Storm mit 21 Punkten und sieben Rebounds. Stefanie Dolson addierte 16 Punkte hinzu, Jade Melbourne war mit 14 Punkten und sechs Assists auf der Bank sehr präsent. Flau'jae Johnson, die Nummer-8-Pick des WNBA-Drafts, schoss nur schwach. Sie traf zwei von sieben Versuchen für sieben Punkte in 29 Minuten.
Zur Pause führte Seattle 45-44. Malonga hatte mit 14 Punkten die meisten für die Storm, Dolson und Melbourne steuerten je zehn bei. Seattle traf beeindruckende 50 Prozent seiner Feldwürfe in der ersten Halbzeit, von draußen sogar 6 von 13 Dreien.
Ballports-Take: Für WNBA-Fans aus der DACH-Region ist Torontos Sieg das erste große Kapitel einer neuen Liga-Ära. Marina Mabrey hat sich als Haupttragerin in Spielen etabliert, die mit hohen Anforderungen kommen. Besonders interessant ist die Performance von Rookie Kiki Rice, die direkt in Playoff-Qualität spielen muss. Flau'jae Johnson bleibt eine zu beobachtende Geschichte, denn als Draft-Pick Nummer 8 sollte mehr herauskommen als 2-von-7-Shooting. Für deutschsprachige Fans, die gerade erst die WNBA entdecken, zeigt dieser Sieg, dass Expansion-Teams durchaus wettbewerbsfähig starten können.