College Basketball schreibt Sommer der Transfers
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College Basketball schreibt Sommer der Transfers

Vier Wochen nach Michigans National-Championship-Sieg über UConn wirkt die Saison bereits Geschichte. Der Transfer-Markt in der NCAA hat sich in einen Wirbelsturm verwandelt. Über 2.700 Spieler sind in den zwei Wochen nach Saisonende in den Portal gewechselt. Programme im ganzen Land versuchen, ihre Kader schneller neu aufzubauen als je zuvor. Die Bewegungen sind kaum noch zu überblicken.

BOSTON COLLEGE EAGLES: Der radikalste Umbruch trifft die Eagles. Neun Spieler mit nennenswerten Spielzeiten sind weg, darunter Topscorer Fred Payne mit 15,8 Punkten pro Spiel und Donald Hand Jr. mit 12,4 Punkten. Luke Murray, der neue Coach, baut seine Mannschaft komplett um. Er holte sich neun Transfers, angeführt von Money Williams aus Montana, der dort 20,6 Punkte pro Spiel erzielte. Ernest Shelton von Merrimack (15,9 PPG) und Brandon Benjamin von Fairfield (14,2 PPG) sollen im Backcourt Stabilität bringen. Insgesamt brachte Boston College Spieler von neun verschiedenen Schulen an Bord. Ein ehrgeiziger Plan für ein Team, das radikal neu anfangen muss.

CALIFORNIA GOLDEN BEARS: Cal verlor vier seiner fünf Top-Scorer und musste sich ebenfalls unter Mark Madsen komplett neuerfinden. Dai Dai Ames (16,9 PPG), Chris Bell (14,2 PPG), Justin Pippen (14,2 PPG) und John Camden (13,8 PPG) sind weg. Auf der positiven Seite bleibt Scorer Lee Dort mit 8,1 Punkten pro Spiel. Beim Transfer-Shopping griff Madsen zu Michael Cooper von Wright State (13,4 PPG) als neuen Offensiv-Motor. Dazu kamen Nojus Indrusaitis von Pitt, Jordan Ross von Georgia und andere Ergänzungsspieler. Cal konnte zumindest einige Kontinuität bewahren, muss aber klar mehr Punch von außen generieren.

CLEMSON TIGERS: Die Tigers verabschiedeten sich von sechs Spielern mit regelmäßiger Spielzeit, allen voran RJ Godfrey mit 12,0 Punkten. Jestin Porter (9,6 PPG) und Nick Davidson (9,1 PPG) verließen ebenfalls die Mannschaft. Konkrete Informationen zu Clemsons Transferclips und neuen Spielern enden im bereitgestellten Material an dieser Stelle.

Ballports-Take: Was hier passiert, ist ein Strukturwandel, der traditionelle College-Basketball-Kader obsolet macht. Die Portalsaison ist zur wahren Offseason geworden. Für deutsche Fans mit Interesse an NCAA-Basketball zeigt sich: Loyalität zu Teams ist schwieriger geworden, wenn Rosters sich derart schnell verändern. Spieler folgen Trainern und besseren Chancen, nicht umgekehrt. Wer Boston College oder Cal folgt, sollte die neuen Faces verstehen. Der Transfer-Markt funktioniert ähnlich wie internationale Transfers im Basketball sonst auch, nur schneller und chaotischer.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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