Cori Close hat UCLA an die Spitze geführt, jetzt sichert sich der Verein die Trainerin langfristig ab. Die kalifornische Universität gab am Dienstag bekannt, dass sie Closes Vertrag um vier Jahre verlängert. Die neue Laufzeit führt bis zur Saison 2029-30. Damit würdigt UCLA eine historische Saison, die mit dem nationalen Meistertitel endete.
Im März besiegten die Bruins South Carolina mit 79-51 und holten sich das erste NCAA-Championship der Programmgeschichte. Der Weg dahin war beeindruckend. UCLA gewann 31 Spiele in Serie, führte die Big-Ten-Regular-Season ungeschlagen an und holte sich bereits den zweiten Turniertitel der Liga in Folge. In der Vorsaison hatten die Bruins erstmals die Final Four erreicht. Athletic Director Martin Jarmond begründete die Vertragsverlängerung nicht nur mit dem Titel. "Winning a national championship is a tremendous achievement", sagte Jarmond, betonte aber vor allem Closes Art, ihre Studentinnen zu entwickeln und zu führen.
Close arbeitet seit 15 Saisons für UCLA und hat 358 Siege bei 144 Niederlagen geholt. Sie ist die einzige Trainerin in der Programmgeschichte, die über 300 Siege sammelte. In der WNBA-Draft im vergangenen Monat wählten sechs UCLA-Spielerinnen Teams aus, ebenfalls ein Programmrekord. "I love being here in Westwood, and I am so excited for what the future holds", sagte Close selbst.
Ballports-Take: Cori Close ist eine der wichtigsten Trainerinnen des amerikanischen College-Basketball und etabliert UCLA als Frauenbasketball-Elite. Für europäische Fans lohnt sich ein Blick auf solche Programme, weil sie zeigen, wie systematisch Entwicklung in den USA funktioniert. Das Modell, junge Spielerinnen drei, vier Jahre aufzubauen und dann in die Profis zu schicken, ist der europäischen Academy-Kultur überlegen. Sechs Spielerinnen in einer Draft sind eine Massenproduktion von Top-Talent. Wer UCLA in den nächsten Jahren verfolgt, schaut automatisch auf die stärkste College-Basketball-Liga der Welt.