Die Dresden Monarchs haben auch ihr drittes Saisonspiel gewonnen. Bei den Kiel Baltic Hurricanes setzten sich die Sachsen mit 31:8 durch und untermauerten ihre Rolle als Maß der Dinge in der GFL Nord. Den Unterschied machte an diesem Tag vor allem die Defense.
Florian Finke brachte Dresden mit einem 47-Yard-Field-Goal in Führung, dann übernahm die Verteidigung. Eric Hauschild fing eine Interception, kurz darauf nahm Lucas Masero einen Pass zum Pick Six und stellte auf 10:0. Als das Special Team auch noch einen 38-Yard-Field-Goal-Versuch der Hurricanes blockte, lief alles für die Gäste.
Im zweiten Viertel drehte die Offense um Quarterback Rocky Lombardi auf. Anthony Tittel lief in die Endzone zum 17:0, Chris Noak setzte PJ Settles mit einem Sack unter Druck. Kurz vor der Pause fand Lombardi erst Janne Särkelä mit einem langen Pass und dann Montigo Moss zum Touchdown, Finke verwandelte zum 24:0.
Kiel kam im dritten Viertel mit einem effektiven Kurzpassspiel bis an die 1-Yard-Linie, scheiterte dort aber an der Dresdner Defense. Erst eine Safety und ein Touchdown von Klass Sengstacke, bei dem die Two-Point-Conversion misslang, brachten die Hausherren auf 8 Punkte. Im Schlussviertel legte Lombardi mit einem weiteren Touchdown-Pass auf Moss nach, Finke stellte den 31:8-Endstand her. Eine erneute Interception von Masero und Läufe von Yazan Nasser ließen keine Zweifel mehr aufkommen.
Drei Spiele, drei Siege, und eine Defense, die in Kiel drei Turnover erzwang, darunter zwei von Lucas Masero. Genau dieses Fundament trägt Dresden bis heute, wie der spätere 42:14-Erfolg gegen Berlin zeigt. Die Offense um Lombardi und Moss funktioniert, aber es ist die Verteidigung, die aus engen Spielen klare Ergebnisse macht. Für DACH-Fans ist Dresden damit früh der Maßstab im Norden. Die eigentliche Prüfung kommt erst, wenn ein Gegner die Monarchs zwingt, ein Spiel von hinten zu gewinnen.