Die Braunschweig Lions warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg in der GFL. Im Niedersachsen-Derby vor mehr als 2.400 Zuschauern unterlagen die Lions den Hildesheim Invaders mit 27:31, obwohl Quarterback Ryon Thomas mit drei Touchdown-Läufen und rund 200 Yards Raumgewinn ein starkes Spiel ablieferte.
Braunschweig erwischte den besseren Start. Thomas eröffnete mit einem 46-Yard-Lauf zur 7:0-Führung, den Extrapunkt setzte Peschelt. Hildesheim antwortete postwendend: Quarterback Hughes III fand Philipp Dolezal zum 34-Yard-Touchdown und dem 7:7-Ausgleich. Im zweiten Viertel zeigten beide Defenses Zähne, ehe Hughes III mit einem 26-Yard-Pass auf Lennart Stukenborg die 14:7-Halbzeitführung der Gäste herstellte.
Nach der Pause baute Hildesheim die Führung durch ein 32-Yard-Field-Goal von Krause auf 17:7 aus. Thomas verkürzte mit einem 1-Yard-Lauf auf 14:17. Im Schlussviertel wurde es wild: Hughes III fand Noah Bomba zum 24:14, Thomas konterte mit einem spektakulären 51-Yard-Lauf zum 21:24. Matti Probst stellte mit einem 1-Yard-Lauf auf 31:21, ehe Peter Anderson mit einem 99-Yard-Kickoff-Return-Touchdown noch einmal auf 27:31 verkürzte.
Am Ende fehlte den Lions die Zeit. Eine Interception von Brandon Potts brachte zwar noch einmal Hoffnung, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.
Die Niederlage hält Braunschweig im Tabellenkeller der GFL Nord fest, wo Dresden das Feld anführt. Dass die Lions trotz eines überragenden Ryon Thomas und eines 99-Yard-Returns ohne Punkte aus dem Derby gehen, zeigt das Grundproblem dieser Saison: Die Offense liefert phasenweise ab, doch die Defense gibt zu viele große Spielzüge her. Für die Fans im vollen Stadion war es trotzdem ein Spektakel mit sechs Touchdowns und ständigen Führungswechseln. Will Braunschweig die Wende schaffen, muss die Defense konstanter werden. Sonst bleibt es bei sehenswerten, aber knappen Niederlagen.