Comets verlieren klar gegen Munich Cowboys
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Comets verlieren klar gegen Munich Cowboys

Die Allgäu Comets sind in München unter die Räder gekommen. Beim 13:53 gegen die Munich Cowboys zeigte sich am Samstagabend eine große Leistungskluft zwischen zwei Teams auf völlig unterschiedlichen Leistungsniveaus. Mit nun 0:3 Siegen bleiben die Kemptener am Tabellenende der GFL Süd, während die Cowboys mit ihrem dritten Erfolg im vierten Spiel ihre Position in der Spitzengruppe festigen.

Die Partie begann eigentlich vielversprechend für Kempten. Die Comets eröffneten das Spiel mit einem starken ersten Drive und erarbeiteten sich frühe Chancen tief in der Münchner Hälfte. Doch statt Punkte zu erzielen, schlugen die Cowboys sofort zurück. Quarterback Nicholas Semptimphelter fand seine Receiver in der Tiefe und baute München früh auf Kurs. Gabriel Boccella wurde dabei zum großen Problem für die Allgäuer Defense. Der Receiver fing im ersten Viertel bereits zwei lange Touchdown-Pässe und sorgte nahezu im Alleingang für eine frühe 14:0 Führung der Gastgeber.

Die Comets bewegten den Ball zwar über das Feld, scheiterten aber in entscheidenden Situationen. München zeigte sich dagegen deutlich effizienter. Im zweiten Viertel übernahmen die Cowboys dann völlig die Kontrolle. Running Back Maximilian Mayer erhöhte mit einem 29-Yard-Touchdown-Lauf auf 21:0, ehe die Hausherren kurz vor der Halbzeit weitere Punkte nachlegten und mit einer komfortablen 31:0 Führung in die Pause gingen.

Die Statistik verdeutlicht das Ausmaß der Überlegenheit. München sammelte insgesamt 633 Offense-Yards und kam auf beeindruckende 471 Passing Yards. Semptimphelter brachte 27 seiner 36 Pässe für 437 Yards und fünf Touchdowns an. Die Verbindung zu Gabriel Boccella funktionierte nahezu perfekt. Der Receiver fing zehn Pässe für 176 Yards und zwei Touchdowns.

Direkt nach der Halbzeit versuchten die Comets mit einem Onside Kick ein Zeichen zu setzen und präsentierten ihre beste Phase des Spiels. Chris Lipsey entwickelte sich zur Hauptfigur der Allgäuer Offense. Der Running Back fing zwei Touchdown-Pässe von Quarterback Brad Jones und verkürzte zunächst auf 6:31. Lipsey beendete die Partie mit sechs Catches für 35 Yards und zwei Touchdowns, dazu kamen mehrere starke Kickoff-Rückträge, darunter ein spektakulärer 57-Yard-Return nach der Halbzeit. Auch Gabe Quigley zeigte mit neun Receptions für 78 Yards eine solide Leistung, während Brad Jones trotz des starken Drucks auf 213 Passing Yards und zwei Touchdown-Pässe kam.

Defensiv sorgten Daniel Moradi und Josh Dutton für wichtige Aktionen. Moradi erzwang einen Fumble, den Leon Eisert sicherte. Allerdings gelang es Kempten nicht, daraus entscheidendes Kapital zu schlagen. Die größte Baustelle bleibt die Defensive gegen explosive Offenses. Mit bereits 176 Gegenpunkten in den ersten drei Saisonspielen stellen die Comets aktuell die anfälligste Verteidigung der GFL Süd. Die Mannschaft kämpfte zwar bis zum Schluss und erzielte beide Touchdowns in der zweiten Halbzeit, doch reichte dies nicht ansatzweise aus.

Für die Comets geht es schnell weiter. Bereits am kommenden Wochenende empfangen die Kemptener im Illerstadion die Straubing Spiders zum direkten Duell zweier bislang siegloser Teams. Für beide Mannschaften geht es um mehr als nur den ersten Erfolg der Saison. Es geht darum, den Anschluss an das Mittelfeld nicht frühzeitig zu verlieren. München hat wieder einmal gezeigt, dass die Comets derzeit nicht auf dem gleichen Level spielen wie die Top-Teams der Liga. Das Spiel gegen Straubing wird zeigen, ob Kempten wenigstens gegen gleichstarke Gegner punkten kann. Zu Hause, vor heimischer Kulisse, sollte das möglich sein. Die positiven Ansätze aus München, vor allem die kämpferische Reaktion nach der Halbzeit, sind ein Anfang. Mehr brauchen die Comets jetzt aber nicht mehr. Sie brauchen Siege.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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