Invaders bleiben ungeschlagen, Hurricanes unterliegen knapp
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Von ballports Redaktion · Aktualisiert 9. Juni 2026 um 15:41

Invaders bleiben ungeschlagen, Hurricanes unterliegen knapp

Hildesheim. 983 Zuschauer sahen am Sonntag einen Footballkampf, der bis zur letzten Sekunde Spannung hielt. Die Hildesheim Invaders setzten sich gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 23:20 durch und wahren damit ihre makellose Bilanz nach fünf Spieltagen in der effect® Energy German Football League.

Die Gäste aus Schleswig-Holstein erwischten den besseren Start. Quarterback PJ Settles zeigte gleich, worauf Head Coach Marcus Herford seine Mannschaft vorgewarnt hatte: Mit einem präzisen 43-Yard-Pass auf Till Nowaczyk gingen die Hurricanes früh mit 7:0 in Führung. Die Invaders antworteten schnell. Nelson Hughes steuerte seine Offense übers Feld und fand Lennart Stukenborg mit einem kurzen Touchdown-Pass über vier Yards. Paul Krause verwandelte zum 7:7-Ausgleich.

Im zweiten Viertel behielten die Kieler die Kontrolle. Kicker Anousheh Fulford brachte die Hurricanes mit einem 23-Yard-Fieldgoal in Front, dann legte Settles seinen zweiten Touchdown-Pass des Tages auf Klaas Sengstacke nach. Kiel führte 17:7 und dominierte mit variablem Laufspiel und effizientem Passspiel. Doch die Invaders zeigten ihre charakterliche Stärke. Kurz vor der Halbzeit verkürzte Hughes mit einem Touchdown-Pass auf Philipp Dolezal über 19 Yards auf 14:17. Ein entscheidender Touchdown kurz vor dem Gang in die Kabinen.

Nach dem Wechsel nutzten die Hurricanes eine gute Feldposition und Fulford brach ein drittes Fieldgoal zum 20:14 an. Doch Hughes übernahm immer mehr Verantwortung und die Defense um Kyle Kitchens und Julien Thompson stabilisierte sich zusehends. Sechs Sekunden vor Ende des dritten Viertels kam es zum Wendepunkt. Hughes erkannte Paul Terjung tief hinter der Kieler Secondary und setzte einen perfekten 48-Yard-Touchdown-Pass. Nach Krauses Extrapunkt führten die Invaders erstmals 21:20.

Im Schlussviertel wurde es zur nervenaufreibenden Defensivschlacht. Beide Abwehrreihen diktierten das Spiel. Die spielentscheidende Szene kam, als den Hurricanes in der eigenen Endzone ein missglückter Snap unterlief. Die Invaders recoverten und sicherten sich das Safety zum 23:20. In den verbleibenden Minuten verteidigte Hildesheim konzentriert und brachte den Sieg über die Ziellinie.

Coach Herford beschrieb die Partie treffend: Kiel habe sein Team alles abverlangt. Die Hurricanes seien hervorragend gecoacht mit viel Qualität auf beiden Seiten. Gleichzeitig betonte er den Charakter seiner Mannschaft, die in schwierigen Phasen Ruhe bewahrt und das Spiel gedreht habe.

Die Invaders beweisen mit ihrem fünften Sieg erneut die klassische Tugend großer Footballteams: Sie gewinnen auch dann, wenn sie nicht optimal spielen. Kiels Offense war tatsächlich beeindruckend und hätte dieses Spiel durchaus gewinnen können. Hildesheim aber hat die mentale Kompetenz, Rückstände zu wenden und Defense zu spielen, wenn es zählt. Mit diesem Charakter und einer soliden Quarterback-Leistung von Hughes können die Invaders auch gegen Top-Teams konkurrenzfähig sein. Der nächste Test kommt schnell: Am 20. August gastiert der Serienmeister aus Potsdam im Friedrich-Ebert-Stadion.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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