Razorbacks scheitern an Meister Potsdam deutlich
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Razorbacks scheitern an Meister Potsdam deutlich

Die ifm Razorbacks Ravensburg haben vor 1.256 Zuschauern im TeleData-Stadion eine erwartete Niederlage gegen Potsdam Royals hinnehmen müssen. Mit 7:34 unterlag das Team aus Oberschwaben dem amtierenden Deutschen Meister, der seine Serie auf nun 16 Siege in Folge ausbaute. Damit bewies Potsdam einmal mehr, warum die Royals aktuell mit durchschnittlich 46 Punkten pro Spiel und einer Defense, die lediglich 6,7 Punkte pro Partie zulässt, das Maßstab im deutschen Football sind.

Zum Auftakt hielten die Razorbacks tatsächlich mit. Die Ravensburger Defense spielte offensiv, ließ im ersten Viertel keine Punkte zu und zwang die Gäste zunächst in ihre Schranken. Doch im zweiten Spielabschnitt begannen die Royals, ihre Überlegenheit auszuspielen. Chrisman Kyei und Heiko Bals fanden den Weg in die Endzone, beide anschließende Two-Point-Conversions scheiterten an der Ravensburger Defense. Trotzdem führte Potsdam zur Halbzeit mit 12:0.

Die ersten 30 Minuten offenbarten bereits die Kernprobleme der Razorbacks. Die Offensive Line hatte massive Probleme, die Blitzpakete Potsdams zu verarbeiten. QB Broghean McGovern geriet ständig unter Druck und wurde fünfmal gesackt. Hinzu kamen mehrere fallen gelassene Pässe durch die Receiver. Solche Fehler werden gegen ein Spitzenteam konsequent abgestraft. Immerhin brachten die Kickoff-Returner Ravensburgs sein Team mehrfach in gute Feldpositionen, doch die Offense konvertierte diese nicht in Punkte. Am Ende stand nur eine Ausbeute von 160 Yards Offense gegenüber Potsdams 433 Yards.

Nach der Halbzeit zeigte sich das ganze Ausmaß der Überlegenheit. Nach einer guten Defensivaktion von Ben Rashid mit einem Sack fiel schnell das nächste Touchdown durch Heiko Bals. Die erfolgreiche Two-Point-Conversion machte es 20:0. Im nächsten Ravensburger Drive kam es zum Wendepunkt: McGovern warf einen Pass direkt in die Hände eines Potsdamer Verteidigers, der diesen direkt zum Pick-Six zurücktrug. Obwohl die anschließende Two-Point-Conversion misslang, betrug der Rückstand bereits 26:0.

Wenig später erhöhten die Royals erneut. Ein Pass auf Maximilian McLeod und die erfolgreiche Two-Point-Conversion führten zum 34:0. Erst im vierten Viertel konnte Ravensburg sein Gesicht wahren. Anthony Harris Jr. fing einen weiten Pass von McGovern trotz Doppeldeckung in der Endzone, Aniel Buße verwandelte den Extrapunkt zum Endstand von 7:34.

Wie schon bei der jüngsten Niederlage gegen Pforzheim zeigten sich die Razorbacks in entscheidenden Situationen zu fehleranfällig. Bei Third Downs konnte Ravensburg nur ein Drittel aller Versuche in neue First Downs umwandeln, viel zu wenig gegen Potsdams Klasse. Mit einer Bilanz von 2:2 gehen die Razorbacks nun in eine spielfreie Woche. Am 21. Juni wartet das Rückspiel gegen die Saarland Hurricanes. Im Hinspiel gewann Ravensburg deutlich mit 45:14.

Das Spiel illustrierte eindrucksvoll die Kluft zwischen einem etablierten Spitzenteam und dem restlichen Feld. Potsdam machte wenig Fehler, strafte Ravensburgs Fehler sofort ab und spielte strukturiert. Die Razorbacks müssen sich ehrlich fragen, ob ihre Offensive Line auf diesem Niveau tragbar ist. McGovern durfte kaum Zeit im Pocket haben, die Receiver ließen zu viele Bälle fallen. Das 2:2-Resultat ist für Ravensburgs Ambitionen noch verkraftbar, doch gegen kommende Top-Teams muss die Effizienz deutlich besser werden. Die freie Woche ist eine Chance, nicht nur Fehler zu analysieren, sondern auch fundamental an der Offensive Line und der Konvertierungsquote zu arbeiten.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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