Cowboys wollen Unicorns ärgern
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Cowboys wollen Unicorns ärgern

Die Munich Cowboys reisen mit deutlich gestiegenen Ansprüchen zum Rückspiel nach Schwäbisch Hall. Vor drei Wochen verloren sie den Saisonauftakt gegen die Unicorns mit 27:52, doch dieses Ergebnis täuschte über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Ausschlaggebend waren drei Interception-Touchdowns der Haller Defense, die den Spielstand in die Höhe trieben. Seitdem hat sich bei den Münchnern einiges getan.

Nach Erfolgen gegen Regensburg Phoenix und zuletzt einem beeindruckenden 53:13-Heimsieg gegen die Allgäu Comets spielen die Cowboys völlig anders als noch zu Saisonbeginn. Quarterback Nick Semptimphelter dirigierte eine Offensive, die gegen die Comets 633 Yards Raumgewinn produzierte. Besonders das Laufspiel, das mit 162 Yards und zwei Touchdowns durch Maximilian Mayer und Emre Gökce überzeugte, gibt Hinweise auf eine ausgewogenere und schwerer zu durchschaute Angriffsreihe. Dazu kommen junge Spieler wie Cornerback Nils Heckmann, der mit seiner ersten GFL-Interception eine starke Defense unterstützt.

Den Unicorns hingegen hilft die Bye Week. Nach ihrem 38:33-Erfolg gegen Berlin Rebels konnten sich die amtierenden Serienmeister ausruhen, während die Cowboys am vergangenen Wochenende noch im Einsatz waren. Schwäbisch Hall kommt als Spitzenclub und mit Heimvorteil im Optima Sportpark ins Spiel.

Für München führt der Weg zum Erfolg über Ballkontrolle. Die Cowboys müssen Turnover minimieren, das Laufspiel konsequent einsetzen und damit die Uhr kontrollieren. Gelingt ihnen das, können sie dieses Rückspiel deutlich offener gestalten als die deutliche Niederlage im Saisonauftakt. Die bisherige Entwicklung deutet an, dass München nicht chancenlos anreist.

Die Frage ist für deutsche Fans relevant, weil sie zeigt, wo die Cowboys in dieser Saison tatsächlich stehen. Der erste Auftritt gegen Hall wirkte demoralisierend. Wer in drei Spieltagen jedoch 27 Punkte gegen die Comets und drei Siege in Serie verbucht, der hat mehr Substanz als ein Auftaktdebakel suggeriert. Schwäbisch Hall bleibt der höher einzuschätzende Gegner, doch München hat sich selbst wieder ins Spiel zurückgekämpft.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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