Die Allgäu Comets empfangen am Wochenende im Illerstadion die Straubing Spiders zu einem Duell der Verzweifelten. Beide Teams stehen in der GFL Süd bei 0:3 Siegen und belegen die beiden letzten Plätze. Für die Comets ist dies die Chance auf den ersten Sieg der Saison, aber auch ein Stich ins Herz: Die Defensive hat mit 176 zugelassenen Punkten bereits die schwächste Bilanz der Liga. In der letzten Partie gegen Ravensburg gab es ein 20:65 Desaster, die Defense ließ über 600 Yards Raumgewinn zu. Allerdings zeigte die Offensive Potenzial. Quarterback Brad Jones warf gegen Ravensburg 299 Yards und drei Touchdowns, Receiver Gabe Quigley sammelte 158 Receiving Yards.
Bei Straubing ist die Situation anders gelagert. Die Niederlagen fielen deutlich knapper aus. Gegen Saarland unterlagen die Niederbayern nur 16:21 und hatten bis zur Schlussphase Chancen auf den Ausgleich. Allerdings herrscht Unsicherheit um die QB-Position: Import David Perkins ist nach einer Verletzung fraglich, sonst würde Alexander Biebl antreten, der gegen Saarland 111 Passing Yards und einen Touchdown brauchte. Experte Roman Motzkus sieht Straubing in dieser Konstellation leicht vorne, weil die Spiders zuletzt eine Spielpause hatten.
Für die Comets geht es um mehr als zwei Punkte. Ein Sieg würde den direkten Konkurrenten hinter sich lassen und im Abstiegskampf Luft verschaffen. Das Illerstadion wartet noch auf seinen ersten GFL Auftritt der Saison. Die Heimfans haben Grund zur Hoffnung, dass ihre Mannschaft endlich liefert.
Das erste Heimspiel im Illerstadion ist für die Comets ein psychologisches Schwergewicht. Mit einer 0:3 Bilanz und der schwächsten Defense der Liga ist das Selbstvertrauen angeknackst. Straubing hat zwar ähnliche Probleme, doch die knapperen Niederlagen deuten auf mehr Substanz hin. Das ist ein echtes 50:50-Spiel zweier Teams im freien Fall. Für die Allgäuer Fans könnte dies ein Wendepunkt werden, falls die Offensive ihre gezeigten Ansätze über volle vier Viertel durchzieht und die Defense nicht erneut zusammenbricht.