Am Samstag, den 13. Juni, verwandelt sich das Eintracht-Stadion in Braunschweig in ein Fußball-Fest. Die Braunschweig Lions spielen an diesem Tag gleich zwei Mal gegen die Dresden Monarchs. Den Anfang machen um 12:00 Uhr die Damenmannschaften in der GFL-W, danach folgt um 16:00 Uhr das Herrenduell in der effect® ENERGY GFL.
Für die Lions ist dieses Wochenende eine Standortbestimmung mit hohem Stellenwert. Das Hinspiel in Dresden ging mit 47:8 deutlich verloren, doch seitdem hat sich einiges bewegt. Die Braunschweiger zeigten in ihren letzten beiden Heimspielen gegen Kiel (17:24) und Hildesheim (27:31) deutlich bessere Leistungen und waren jeweils nah an einem Sieg. Die kommenden Wochen mit Partien gegen Düsseldorf, Straubing und Saarbrücken könnten richtungsweisend für die Saison werden. Mit einem positiven Ergebnis gegen die Monarchs würde Braunschweig wichtiges Selbstvertrauen tanken.
Dresden reist hingegen als amtierender deutscher Vizemeister und mit vier Siegen aus vier Spielen nach Braunschweig. Head Coach Greg Seamon hat sein Team offensiv neuausgerichtet. Mit Rocky Lombardi sitzt ein Top-Quarterback in der Offensivzentrale, der zuletzt in der UFL für die Michigan Panthers spielte und schon für die Cincinnati Bengals tätig war. Die Receiver-Brigade mit Montigo Moss, Janne Särkelä und Jordi Torrededia sowie RB Tofunmi Lala bietet Lombardi zahlreiche Anspielstationen. Montigo Moss ist Sohn der NFL-Legende Randy Moss und hat sich bereits als wichtiger Faktor etabliert. In der Defense zeichnen sich Logan Mobelini, Florian zur Nieden, Chris Noack und weitere etablierte Spieler verantwortlich.
Die Lady Lions betreten Neuland. Das Hinspiel gegen Dresden gewannen sie mit 40:38, nun treffen sie nach einer Niederlage gegen Berlin zuhause erneut auf die Monarchs. Eintrittskarten für das Herren-Spiel gelten auch für die Partie der Frauen. Die Pre-Game-Party startet ab 11:00 Uhr erstmals kostenlos für alle Besucher.
Dresden hat eine andere Qualität. Das zeigt allein die 47:8-Niederlage aus dem Hinspiel. Wer erwartet, dass die Lions die Monarchs schlagen, überschätzt den Leistungssprung der letzten Wochen. Allerdings: Braunschweig hat in den Heimspielen gegen Kiel und Hildesheim bewiesen, dass dieses Team nicht chancenlos ist. Ein 17:24 oder 27:31 gegen einen der besten Teams der Liga wäre ein Signal mit Langzeitwirkung. Die Frage lautet nicht, ob die Lions gewinnen, sondern wie sehr sie sich selbst das Leben schwer machen und ob sie Dresden unter Druck setzen können.