Unicorns dominieren Cowboys in Pink und Pink bleibt
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Unicorns dominieren Cowboys in Pink und Pink bleibt

Die Schwäbisch Hall Unicorns haben ihr zweites Heimspiel der Saison zu einer Machtdemonstration gemacht. Gegen die Munich Cowboys siegten die Haller mit 42:14 und bauen ihre makellose Bilanz in der GFL Süd aus. Vor 1953 Zuschauern im OPTIMA Sportpark spielten die Unicorns erneut in ihren pinken Sondertrikots für ihr Charity Game und zeigten auf dem Platz, dass diese Outfits kein Nachteil sind, sondern Teil einer Serie sind, die beeindruckt.

Die erste Halbzeit war defensiv geprägt, unterbrochen durch zahlreiche Strafen auf beiden Seiten. Kelley Joiner sorgte für das erste Ausrufezeichen: Den Eröffnungskick returnerte er über 95 Yards zum frühen Touchdown. Es sollte bis zum Ende des zweiten Viertels dauern, ehe die nächsten Punkte fielen. Rayjuon Pringle arbeitete sich durchs Feld, bevor Lars Heidrich ihn in der Endzone für einen 14:0-Halbzeitstand fand. Munich kam mehrfach ins Feld, scheiterte aber in der Haller Defensive, die von Cody Pastorino koordiniert wurde und Nicholas Semptimphelter dauerhaft unter Druck setzte.

Nach dem Seitenwechsel war klar, wer das Spiel kontrolliert. Joiner zog mit einem 56-Yard-Lauf auf 21:0 davon. Pringle wurde danach zur Angriffswaffe: Heidrich warf ihm zwei Pass-Touchdowns in Folge, erst 18 Yards, dann acht Yards. Das Spiel war gelaufen bei 35:0. Die Cowboys drängten mehrfach in die Nähe der Endzone, scheiterten aber viermal kurz vor dem Tor, ehe Gabriel Boccella endlich einlöste und auf 35:6 stellte.

Doch die Special Teams der Unicorns waren der Abend lang überlegen. Nach Bocchellas Touchdown nahm Pringle den Kickoff erneut über 98 Yards zum Touchdown zurück. Das war das Exclamation Mark in dieser Partie: 42:6. Munich erzielte in den letzten Sekunden noch einen Touchdown durch Ricardo Knocke zum 42:14-Endstand, doch das war nur noch Ergebniskosmetik. Pringle schaffte vier Touchdowns, Joiner zwei. Jimmy Sawang verwandelte sechs Extra Points.

Head Coach Felix Brenner beschrieb das Ziel seiner Defense treffend: schnell vom Feld kommen. Das gelang über weite Strecken. Vier Sacks drückten dem Münchner Quarterback die Daumen in die Pocket. Ein besonderes Lob vergab Brenner an Special-Teams-Koordinator Daniel Graf. Munich-Coach Christos Lambropoulos erkannte an: Die Unicorns-Defense habe gute Arbeit geleistet und ihm wenig Chancen gelassen.

Mit fünf Siegen aus fünf Spielen bleiben die Unicorns Tabellenführer in der GFL Süd. Nach einer Bye Week kommt der amtierende Südmeister ifm Razorbacks Ravensburg nach Schwäbisch Hall. Doch das Pink-Spiel hat gezeigt, dass dieses Team nicht an Details hängt, sondern an Substanz: Dominant im dritten Viertel, souverän in der Kontrolle, effizient wenn es zählt.

Dass Schwäbisch Hall in den pinken Sondertrikots spielt, ist ein Statement für Charity. Aber die Leistung zeigt: Die Unicorns spielen ihre beste Football-Qualität unabhängig von der Ausrüstung. Die Defense ist ein Maschinchen geworden, die Special Teams sind Waffe, und die Offense findet ihren Rhythmus, wenn die Gegner abwehren müssen. Munich war technisch überlegen in einzelnen Spielzügen, kam aber gegen die Haller Ordnung nicht an. Das ist nicht Zufall nach fünf Spielen, sondern System. Die Unicorns sind in dieser Saison bislang die gereifteste Mannschaft der Süd.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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