Yeldell führt Spiders fast zur Wende, verliert gegen Comets
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Yeldell führt Spiders fast zur Wende, verliert gegen Comets

Die Straubing Spiders haben ihr Must-Win-Spiel bei den Allgäu Comets mit 20:24 verloren und warten weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Was zunächst nach einer Niederlage wie jeder anderen aussah, entwickelte sich zu einer schmerzhaften Geschichte über verpasste Chancen und einen neuen Quarterback, der seiner Mannschaft beinahe noch einen Punkt beschert hätte.

Die Comets dominierten die Anfangsphase vollständig. Mit einem starken Kickoff Return und einem überraschend sicheren Spiel drückten sie Straubing früh in die Defensive. Wide Receiver Gabriel Quigley war in den ersten Minuten kaum zu kontrollieren und setzte die erste Visitenkarte mit seinem Touchdown zum 7:0. Nach einer Interception gegen die Spiders-Offense zeigte Kempten sofort erneut Durchschlagskraft. Benedikt Schulz trug den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone zum 14:0. Für Straubing war es ein denkbar schlechter Auftakt in ein Spiel, das Head Coach Bence Lukacs vorab als entscheidend eingestuft hatte.

Doch hier kam Raleigh Yeldell ins Spiel. Der neue Quarterback der Spiders sollte bei seinem kurzfristigen Debüt für Überraschung sorgen. Yeldell, ein ehemaliger Hall of Famer vom Newberry College mit Stationen bei den Limburg Shotguns, Hamburg Pioneers und Düsseldorf Warriors, übernahm die Offense mit Ruhe und Mobilität. Die Straubinger Defense stabilisierte sich zusätzlich und stoppte die Comets beim vierten Versuch. Yeldell führte sein Team anschließend methodisch in die Red Zone. Anthony Green Jr. fing den Pass zum Touchdown, und Straubing verkürzte auf 7:14. Als die Comets danach ein Field Goal verpassten, war die Partie zur Halbzeit wieder völlig offen.

Die zweite Hälfte begann aus Straubinger Perspektive deutlich besser. Die Defense stoppte den ersten Ballbesitz der Comets, und Yeldell nutzte die Vorlage sofort. Mit mehreren konzentrierten Aktionen brachte er sein Team über das Feld. Jordan Pouncey und Hakki Demir Kaynakci sorgten für wichtige Raumgewinne, ehe Pouncey selbst den Ball in die Endzone trug. Der verpasste Extrapunkt hielt den Stand bei 13:14, aber Straubing war zurück im Spiel.

Die Partie wurde nun zum offenen Schlagabtausch. David King legte für Kempten mit einem langen Field Goal auf 17:13 nach. Straubing blieb dran und zeigte genau die Reaktion, die man sich in einem Schlüsselspiel erhofft. Im Schlussviertel gelang Anthony Green Jr. der Durchbruch über die Mitte. Sein Touchdown bedeutete die erste Führung für Straubing an diesem Tag: 20:17. Vieles deutete darauf hin, dass die Spiders das Spiel nach schwachem Start noch komplett drehen würden.

Doch genau in dieser Phase schlug das Momentum um. Nach einem gestoppten vierten Versuch der Comets verloren die Spiders den Ball tief in der eigenen Hälfte. Henry Boehncke sicherte den Fumble für Kempten und brachte die Gastgeber in ideale Position. Benedikt Schulz nutzte die Chance und erlief den Touchdown zum 24:20 für die Comets. Die Straubinger Defense konnte keine Vorentscheidung erzwingen und sah sich plötzlich wieder mit einem Rückstand konfrontiert.

In der Schlussphase stemmten sich die Spiders noch einmal gegen die drohende Niederlage. Yeldell arbeitete sein Team erneut nach vorne und hielt die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg bis in die letzten Sekunden am Leben. Doch etwa 50 Sekunden vor dem Ende fiel die endgültige Entscheidung. David King fing den letzten Passversuch von Yeldell ab und machte damit den ersten Saisonsieg der Allgäu Comets perfekt.

Die Niederlage schmerzt Straubing wohl auch deshalb so sehr, weil das Team über weite Phasen große Moral bewies und sich nach einem desaströsen Start erfolgreich zurück in die Partie kämpfte. Für die Spiders sind allerdings nicht nur die zwei Turnover in kritischen Situationen das Problem. Mit Raleigh Yeldell hat Straubing einen neuen Faktor in der Mannschaft, der ohne großes Vorab-Aufsehen plötzlich auf dem Feld stand und die Offense tatsächlich strukturiert und gefährlich machte. Ein Quarterback mit Hall-of-Fame-Pedigree, mit langjähriger Erfahrung in USA und Europa, könnte genau das sein, was die Spiders brauchten. Dass Yeldell sein Team beinahe noch zum Sieg führte, spricht für sein Potenzial in dieser Offense. Straubing hat erkannt, dass es einen neuen Impuls brauchte. Mit Yeldell könnte dieser gefunden sein, doch jetzt müssen Siege folgen.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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