Die Dresden Monarchs haben auch ihr fünftes Saisonspiel gewonnen. Bei den Braunschweig Lions setzten sich die Sachsen mit 24:16 durch, doch diesmal war der Weg dorthin deutlich beschwerlicher als im Hinspiel, das Dresden noch mit 47:8 dominiert hatte.
Von Beginn an merkten die Monarchs, dass es gegen eine Lions-Defense gehen würde, die ihre Hausaufgaben gemacht hatte. Braunschweigs Quarterback Ryon Thomas orchestrierte lange, zermürbende Drives und hielt Dresdens Offense damit effektiv vom Platz fern. Im ersten Viertel gelang den Sachsen gerade mal ein First Down, echte Punkte lagen noch in weiter Ferne. Die Lions schliefen nicht, sondern ließen ihre Gelegenheiten nutzen. Nach einem geblockten Dresdner Punt schnappte sich Leo Pierre Hernandez den freien Ball und sprintete in die Endzone. Marc Peschelt verwandelte den PAT zum 7:0 für Braunschweig.
Doch dann kam Bewegung in Dresdens Angriff. Rocky Lombardi fand Montigo Moss für einen Touchdown, Florian Finke glich per Extra Point aus. Der Schwung war jetzt bei den Monarchs. Zwei lange Pässe, ein starker Run von Runningback Tofunmi Lala und Jordi Torrededia trug den Ball in die Endzone. Nach Finkes PAT führte Dresden 14:10 zur Halbzeit, nachdem Braunschweig zuvor noch ein Field Goal zum 10:7 beigetragen hatte.
Nach dem Seitenwechsel offenbarte sich Dresdens nervöse Seite. Ein Fumble führte zu einem schnellen Braunschweig Field Goal auf 13:14. Die Unsicherheit wuchs bei den Sachsen, die nächsten Offensiv-Serien endeten frustrierend. Ein Finke Field Goal auf 17:13 brachte kurzzeitig Luft. Im vierten Viertel verschärfte sich das Spiel weiter. Zwei umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen hielten die Spannung, doch Dresden blieb konzentriert genug. Ein präziser Drive führte David Moore in die Endzone, Finke machte es 24:13 zum kritischen Moment.
Braunschweig gab nicht auf und antwortete mit einem Field Goal auf 24:16. Mit zwei Minuten Restzeit hätte noch ein Touchdown plus Two-Point-Conversion den Ausgleich bedeutet. Die Lions gingen in einen Onside Kick, doch Dresden sicherte sich die Kontrolle. Der Traum von einer perfekten Saison bleibt bestehen.
Dresden hat gegen einen deutlich verbesserten Gegner bewiesen, dass es auch unter Druck liefern kann. Die Monarchs zeigten im entscheidenden Moment eine mentale Stärke, die über reines Talent hinausgeht. Braunschweig hat sich dagegen als echte Nummer zwei der Liga präsentiert und wird in den kommenden Wochen bei anderen Top-Teams für Probleme sorgen. Für Dresden steht nun die nächste Hürde an: Am Samstag, 20. Juni 2026, empfangen die Monarchs die Kiel Baltic Hurricanes im Heinz-Field. Spiele wie das in Braunschweig zeigen, dass diese Saison nicht mehr nur nach Punktdifferenzen entschieden werden, sondern nach Charakter in den kritischen Momenten.