Die Allgäu Comets sind beim Tabellenzweiten Pforzheim Wilddogs mit 13:61 unter die Räder gekommen. Was als perfekter Start endete, wurde schnell zur einseitigen Angelegenheit in der Kramski Arena.
Die Kemptener hätten es nicht besser machen können. Bereits beim ersten Offensive Play überraschten sie mit einem Trickspielzug: Gabe Quigley warf zu Elias Krailjevic, der 75 Yards sprintete und zum Touchdown führte. Der Extrapunkt machte es 7:0 für die Comets. Es war ein Moment, der Hoffnung machte und an das erste Duell beider Teams im Vorjahr erinnerte, als die Wilddogs selbst mit einem spektakulären Spielzug für Aufsehen gesorgt hatten.
Doch Pforzheim brauchte nicht lange, um zu antworten. Quarterback Drequan Harris führte seine Offense über das Feld und fand Luca Faschian zum Ausgleich. Von da an kippte die Partie. Die Defense der Wilddogs wurde zur Maschine. Nick Oliver und Nathan Kalemba schnappten sich jeweils einen Interception Return Touchdown und sorgten für klare Verhältnisse. Aus der Führung wurde noch im ersten Viertel ein 7:21 Rückstand.
Die Comets fanden danach offensiv keinen Rhythmus mehr. Pforzheim erhöhte das Tempo, nutzte jede gute Feldposition konsequent aus und zog davon. Zur Halbzeit lag Kempten bereits mit 7:45 zurück, das Spiel war entschieden.
Drequan Harris orchestrierte die Wilddogs-Offensive mit beeindruckender Effizienz. Der QB brachte 19 von 22 Pässen für 296 Yards und vier Touchdowns an, dazu kam selbst noch ein Rushing Touchdown. Running Back Theo Michel lieferte 105 Yards am Boden und einen weiteren Score. Auf Allgäuer Seite beschränkte sich die Offensive auf den frühen 75-Yard-Play zu Krailjevic.
Im zweiten Durchgang spielten nicht nur die Temperaturen über 30 Grad eine Rolle. Die Comets mussten mehrere Ausfälle verkraften. Elias Krailjevic und Daniel Moradi zogen sich Verletzungen zu. Das Team kämpfte weiter, konnte aber nur noch symbolisch antworten. Josh Dutton und Richard Scheel schnappten sich jeweils eine Interception gegen Harris, Beau Priegnitz eroberte einen Fumble. Es waren einzelne positive Momente in einem ansonsten einseitigen Nachmittag.
Pforzheim blieb komplett überlegen und erhöhte weiter. Am Ende stand ein deutliches 61:13 für die Wilddogs. Damit bestätigte der Tabellenzweite seine Rolle als eines der stärksten Teams der Liga eindrucksvoll.
Die Comets haben wenig Zeit zum Durchatmen. Bereits am kommenden Wochenende kommt es zum Rückspiel im Illerstadion in Kempten. Nach dieser Demütigung und mit mehreren angeschlagenen Spielern wird es eine schwierige Aufgabe, sich selbst zu beweisen. Aber vor heimischer Kulisse kann sich vieles schnell wieder anders anfühlen.
Pforzheim hat gezeigt, dass mit dem Team in dieser Saison zu rechnen ist. Die Wilddogs spielen aggressive Defense, haben einen QB der Spitzenklasse und nutzen ihre Chancen eiskalt. Die Comets müssen die Erkenntnisse aus dieser Niederlage schnell in Punkte umwandeln, wenn sie nicht weiter den Anschluss zur Spitze verlieren wollen. Das Heimspiel ist eine Chance zum sofortigen Gegenschlag, nicht mehr und nicht weniger.