Die Düsseldorf Panther unterlagen den New Yorker Lions Braunschweig mit 20:34 und zeigten dabei ein Spiel in zwei völlig unterschiedlichen Hälften. Nach einem desaströsen ersten Durchgang mit 6:21-Rückstand gelang der Heimmannschaft eine beeindruckende Aufholjagd, die das Spiel bis ins vierte Quarter offen hielt.
Braunschweig dominierte die erste Halbzeit durch und durch. Quarterback Ryon Thomas setzte die Gäste bereits kurz vor Ende des ersten Viertels in Führung: Der 36-Yard-Touchdown-Pass auf Peter Anderson brachte die Lions zum 7:0 voran. Thomas behielt die Kontrolle und baute den Vorsprung durch einen 50-Yard-Lauf selbst auf 14:0 aus. Ein 33-Yard-Touchdown-Pass auf Jonathan ter Horst erhöhte sogar auf 21:0. Die Panther-Defense hatte keine Antwort auf die Durchschlagskraft der Gäste. Erst kurz vor der Pause gelang Düsseldorf eine erste Reaktion: Isaiah Weed sprint über 23 Yards in die Endzone zum 6:21.
Doch nach dem Seitenwechsel kam ein anderer Team aus der Kabine. Die Panther-Offense funktionierte plötzlich zuverlässig. Weed dirigierte seinen Drive über das Feld und fand Sven Appelt mit einem 3-Yard-Touchdown-Pass. Die darfolgende Two-Point-Conversion auf Daniel Pedro gelang, sodass Düsseldorf auf 14:21 heranrückte. Ein Field Goal der Lions hielt Braunschweig vorerst auf Abstand, ehe Thomas per Field Goal auf 27:14 erhöhte. Dann schlug der Lions-Quarterback erneut zu: Ein 33-Yard-Touchdown-Pass auf Leon Kusterer erhöhte auf 34:14 und sollte entscheidend wirken.
Die Panther gaben nicht auf. Weed führte seine Offense noch einmal über das Feld und verbuchte seinen dritten Touchdown-Pass des Tages: James Okike schnappte sich den 8-Yard-Pass zur Verkürzung auf 20:34. Mehr war nicht möglich. Trotz der Niederlage bewies Düsseldorf Charakter. Weed warf zwei Touchdown-Pässe in der zweiten Halbzeit, lief selbst einen Touchdown und führte sein Team zurück ins Spiel. Pedro zeigte in der Two-Point-Conversion sein Können.
Die Panther demonstrierten mit ihrer zweiten Halbzeit, worauf sie aufbauen können. Wenn die Defense in den ersten zwei Vierteln besser reagiert, kann diese Mannschaft auch gegen Top-Teams mithalten. Braunschweigs Offense mit Thomas als dominantem Faktor war aber schlicht eine Nummer zu groß. Düsseldorf muss die Anfangsphase analysieren und schneller ins Spiel finden, um nächste Woche nicht wieder in ein Loch zu fallen. Die Reaktion nach dem Seitenwechsel war ermutigend, aber gegen bessere Gegner reicht diese späte Aufholjagd nicht aus.