Wilddogs zerlegen Comets in Hitze-Schlacht
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Wilddogs zerlegen Comets in Hitze-Schlacht

Die Pforzheim Wilddogs haben die Allgäu Comets in einem überraschend einseitigen GFL-Spiel regelrecht vorgeführt. Vor über 650 Zuschauern in der KRAMSKI-Arena siegten die Hausherren mit 61:13 und setzten damit ein deutliches Zeichen ihrer Offensivkraft. Was als enger Kampf hätte werden können, endete als Demonstration der Pforzheimer Überlegenheit.

Dabei starteten die Gäste aus Kempten geradezu perfekt ins Spiel. Mit einem verwegenen Trickplay auf dem allerersten Snap der Partie gingen die Comets überraschend mit 7:0 in Führung. Coach Michael Lang reagierte jedoch mit ruhigen Worten auf diesen Schockmoment: Die Mannschaft sei sofort heiß geworden und habe das als Motivation genommen. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Das Pforzheimer Offensivspiel kam daraufhin schnell in Fahrt. Nach einem Broken Play an der 35-Yard-Linie verwandelte Luca Faschian einen Pass zum Touchdown. Mit dem Extrapunkt durch Kicker Luca Hirschberger stand es 7:7. Von da an übernahm die Pforzheimer Defense das Kommando und sorgte für das Spektakel des Tages. Nick Olivier antizipierte einen Pass der Comets perfekt und trug den Ball als Pick Six direkt in die gegnerische Endzone. Kurz darauf fischte Nathan Kalemba einen weiteren Ball aus der Luft und sorgte mit seinem Pick Six und einer erfolgreichen Two-Point-Conversion durch Theo Michel für den 21:7-Zwischenstand.

Die Dominanz der Wilddogs nahm im zweiten Viertel noch zu. Runningback Theo Michel tanzte unaufhaltsam durch die Mitte der Verteidigungslinie, während AJ Coons zweimal von kurzer Distanz in die Endzone marschierte. Mit jeweils erfolgreichen Two-Point-Conversions wuchs der Vorsprung kontinuierlich. Michel selbst trug kurz vor der Halbzeit noch einen weiteren Touchdown ein, bei dem Andy Lehmann die Two-Point-Conversion verwandelte. Der Pausenstand von 45:7 wirkte schon fast surreal. Die brütende Hitze, die über 34 Grad Celsius betrug, konnten weder die Fans noch die Stimmung mit den Loddler-Guggenmusiker bremsen.

Nach dem Seitenwechsel wählten die Wilddogs die Ballbesitz-Option, gerieten aber kurz danach selbst ins Straucheln. Ein Fumble der Comets an ihrer eigenen 23-Yard-Linie brachte dem Gegner das Ei zurück. Nach einem erneuten Broken Play zeigte sich Luca Hirschberger mit Touchdown und verwandeltem Extrapunkt bereit. Mit 53:7 war die Partie längst entschieden, die Hitze aber auch schon sichtbar präsent bei beiden Teams.

Das letzte Viertel verlief erwartungsgemäß schleppend. Mehrere Fehler auf beiden Seiten zeigten die Erschöpfung an. Die Comets konnten zwar noch vier Minuten vor Schluss auf 53:13 verkürzen, doch auch ihr Extrapunkt-Versuch wurde zum Pforzheimer Highlight: Der Block führte zu einer spektakulären Rückeroberung durch Antonio Alzheimer, der den Ball in die gegnerische Endzone trug (55:13). Den finalen Punkt setzte Dre Harris mit seinem Touchdown zum 61:13-Endstand nach einem langen Drive.

Überschattet wurde die Partie von mehreren Verletzungen auf Seiten der Allgäuer, denen die Wilddogs schnelle Genesung wünschten. Nach Spielende zeichneten die Pforzheimer Spieler Denis Atilgan als Defense-Spieler des Matches aus. Der Defensive Liner übernahm hochverdient den Silbernen Knochen von Nathan Kalemba. Für die Wilddogs bleibt keine Zeit zum Durchatmen: Bereits am kommenden Samstag folgt das direkte Rückspiel in Kempten.

Das war nicht nur ein Sieg, sondern eine Machtdemonstration. Pforzheim zeigte alle Facetten des modernen Footballs: explosive Offense mit Michel und Coons, präzises Passspiel über Faschian, und eine Defense, die in der zweiten Hälfte des Spiels einfach Türen schloss. Zwei Pick Sixes an einem Nachmittag sind selten, zwei Pick Sixes, die den Spielverlauf derart beeinflussen, noch seltener. Für die GFL ist das ein wichtiges Signal gewesen: Die Wilddogs spielen nicht nur mit, sie spielen anderen davon.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
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