Bei knapp 40 Grad Celsius haben die Pforzheim Wilddogs einen beeindruckenden 35:0-Auswärtssieg gegen die Allgäu Comets eingefahren. Die extreme Witterung zwang die Liga, den Kick-Off auf 17:00 Uhr zu verschieben, doch die Wilddogs nutzten die schwierigen Bedingungen zur Demonstration ihrer Überlegenheit.
Bereits im ersten Viertel zeigte sich die Klasse Pforzheims. Jeremy Conley blockte einen Punt der Comets und sicherte sich den Ball in der Endzone zum ersten Touchdown. Wenig später legte Luca Faschian nach, der einen tiefen Pass in der Endzone fing. Nach dem ersten Viertel führten die Wilddogs bereits 14:0 gegen ein harmloses Allgäu-Team, das von Anfang an in der Offensive keine Lösungen fand.
Die Hitze forderte ihren Tribut in der zweiten Hälfte. AJ Coons verlor den Ball nach einem vielversprechenden Play, und auch sonst häuften sich auf Pforzheimer Seite Fehler und fallengelassene Pässe. Die Defense hielt jedoch standhaft und blockte sogar einen Field-Goal-Versuch der Comets. Mit 14:0 ging es in die Kabinen.
Nach der Pause kamen die Wilddogs fokussierter zurück. Ein weiterer Touchdown-Pass auf Luca Faschian zum 21:0 war nur der Anfang. Quarterback Dre Harris bediente AJ Coons zum 28:0, und kurz darauf war es erneut Coons, der für den 35:0-Endstand sorgte. Antonio Alzheimer trug mit einer Interception dazu bei, das Momentum zu halten. Die Allgäu Comets, die zudem mit Verletzungen kämpften, hatten keine Chance.
Im vierten Viertel rotierten die Wilddogs und gaben ihren Reservisten Spielzeit. Die Konzentration ließ auf beiden Seiten nach, doch Pforzheim ließ keine Punkte zu. Die Comets drangen noch einmal bis zur 14-Yard-Linie vor, scheiterten aber letztlich an der überragenden Wilddogs-Defense, die ein Turnover on Downs erzwang. Mit nur drei Yards Abstand zum Touchdown endete die Partie mit dem perfekten Shutout.
Headcoach Michael Lang würdigte nach dem Spiel die Leistung seiner Defense: "Toughes Spiel. Back-to-Back ist immer schwierig, fiel auch wegen des dominanten Hinspiels etwas fahrig aus. Am Ende war es die Defense, die hier heute alles gerettet hat." Für Pforzheim werden die kommenden Wochen entscheidend. Das Auswärtsspiel gegen die ifm Razorbacks in Ravensburg wird zur Pflichtaufgabe, um den Anschluss zur Tabellenspitze nicht zu verlieren. Das Heimspiel gegen die Schwäbisch Hall Unicorns am 18. Juli könnte dann zum absoluten Highlight-Match der Saison werden.
Die Wilddogs haben in dieser Spielzeit ihr Potenzial mehrfach unter Beweis gestellt. Der dominante Hinspiel-Sieg (61:13) führte zu berechtigten Favoritenstatus, doch gerade dieses Back-to-Back gegen Allgäu zeigte: Konsistenz ist im Football das wichtigste Asset. Dass die Offense unter schwierigsten Bedingungen wenig Rhythmus fand, ist verkraftbar, wenn die Defense derart stabil funktioniert. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Pforzheim wirklich ein Titelanwärter ist oder nur ein starkes Team mit Schwachstellen. In Ravensburg gibt es die erste echte Antwort.