Die ifm Razorbacks Ravensburg haben sich den Schwäbisch Hall Unicorns mit 0:21 geschlagen geben müssen. Ein Spiel, das unter extremer Hitze stattfand und in dem die Gäste ihre wenigen Chancen einfach nicht nutzen konnten.
Wegen der Temperaturen wurde der Kickoff kurzfristig auf 18:30 Uhr verlegt. Ravensburg startete mit dem Angriffsrecht, brauchte aber nur drei Spielzüge, um wieder vom Ball getrennt zu werden. Die Haller Offense fand zunächst besser in die Partie, doch die Ravensburger Defense schlug früh zu. Alex Mashak schlag den Ball Kelley Joiner aus den Händen, Gerson Barros-Lima sicherte den Fumble und verhinderte die ersten Punkte der Unicorns. Im Gegensatz dazu fanden die Oberschwaben kaum Lücken gegen die gut organisierte Haller Verteidigung. Ein Interception von Jonah Choate bescherte Ravensburg kurzzeitig den Ballbesitz, doch auch das nutzte nichts. Das erste Viertel endete torlos.
Im zweiten Abschnitt drangen die Razorbacks erstmals tief in die gegnerische Hälfte vor und hatten ein First and Goal, schafften es aber nicht in die Endzone. Der anschließende Field-Goal-Versuch verfehlte ebenfalls sein Ziel. Dann schlug Schwäbisch Hall eiskalt zurück. Kelley Joiner rannte im ersten Spielzug nach dem Ballwechsel über das gesamte Feld zum 7:0 Touchdown. Ravensburg antwortete mit einer guten Mischung aus Lauf- und Passspiel, doch eine Interception beendete diesen vielversprechenden Drive. Mit der knappen 7:0-Führung ging es in die Halbzeit.
Nach der Pause dominierte die Defense der Unicorns. Ein 43-Yards-Pass von Lars Heidrich auf Rayjuon Pringle erhöhte auf 14:0. Pringle traf es später erneut zum 21:0. Ravensburg kämpfte um den Anschluss, konnte die stabile Haller Verteidigung aber nicht entscheidend überwinden. Die Razorbacks brachten 55 Offensive Plays aufs Feld, genügten den Unicorns allerdings 45 Spielzüge, um das Spiel für sich zu entscheiden. Headcoach John Gilligan sagte nach der Partie: "Defensiv haben wir gut genug gespielt um hier gewinnen zu können, aber leider haben wir in der Offensive keinen Rhythmus gefunden."
Ravensbergs Defense stand einer der Top-Teams der GFL auf Augenhöhe. Letztlich entschieden Kleinigkeiten, verpasste Chancen in der Red Zone und einzelne Ballverluste diese intensive Partie. Offense Coordinator Jake Suggett fasste es so zusammen: "Heute sah eigentlich nichts so richtig gut aus, abgesehen von dem letzten Drive. Bei einigen Angriffsserien waren wir zwar dicht an der Endzone, haben aber einfach keine Punkte erzielt."
Mit einer 3:3-Bilanz stehen die Oberschwaben nach wie vor auf dem vierten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende steht das Rückspiel gegen die Pforzheim Wilddogs an. Beim Saturday-Night-Game um 18 Uhr hoffen die ifm Razorbacks auf ein volles Haus, um sich für das unglücklich verloren gegangene Hinspiel zu revanchieren.
Ravensburgs Defense hat sich auch gegen eines der Topteams der GFL behauptet, das sollte Mut machen für die Rückspiele dieser Saison. Die Offense muss aber deutlich besser werden in den entscheidenden Momenten. Fünf verpasste Punkte in der Red Zone sind in dieser Liga schlicht zu viel, wenn man gegen etablierte Teams bestehen will. Für die kommenden Wochen gilt: Die defensive Grundlage ist da, jetzt muss die Offensive folgen.