Royals wollen Rebels stoppen und Kurs halten
← NewsGFL

Royals wollen Rebels stoppen und Kurs halten

Die Potsdam Royals haben ihre erste Niederlage der Saison gegen die Dresden Monarchs noch nicht abgehakt. Am Samstag um 16 Uhr im Sportpark Luftschiffhafen empfangen die amtierenden Deutschen Meister die Berlin Rebels zu einem Duell, das bereits eine packende Vorgeschichte hat. Beim Saisonauftakt führten die Rebels mit 14:0, doch Potsdam drehte das Spiel in den Schlussminuten und gewann 15:14. Diese Erinnerung ist für Head Coach Michael Vogt und seine Mannschaft eine Warnung, den Gegner trotz der besseren Platzierung keineswegs zu unterschätzen.

Die Statistiken sprechen derzeit klar für die Royals. Mit durchschnittlich 39,7 Punkten pro Spiel gehört Potsdam zu den produktivsten Offensen der GFL. Gleichzeitig erlaubt die Defense nur 12 Punkte im Durchschnitt und zählt damit zu Deutschlands besten Verteidigungen. Diese Balance stellt die Berlin Rebels vor enorme Herausforderungen. Der Motor der Potsdamer Offense ist Quarterback Xeaiver Bullock mit 1.353 Passing Yards und 20 Touchdownpässen. Wide Receiver Maximilian McLeod hat bereits 36 Pässe für 585 Yards gefangen, Running Back Chrisman Kyei läuft mit beeindruckenden 7,5 Yards im Durchschnitt.

Berlin kommt aber nicht wehrlos nach Potsdam. Quarterback Tyquell Fields bringt Mobilität und bereits sechs Touchdownpässe mit. Receiver Jermaine Enyiagu ist eine zuverlässige Anspielstation, und Nate Stewart hat sich bereits als explosiver Big Play Maker profiliert, unter anderem mit einem Kickoff Return Touchdown. Die Rebels haben bislang nur einen Sieg aus vier Spielen, doch genau gegen Potsdam zeigten sie, dass sie einem Favoriten massive Probleme bereiten können.

Safety Ruben De Ruyter verkörpert die mentale Einstellung der Royals nach der Dresden Niederlage. Er betont, dass die Saison noch lange nicht entschieden ist und dass jede Niederlage ein Katalysator sein kann, um besser zu werden. Mit einem Sieg gegen Berlin sollen Selbstvertrauen und Momentum zurückgewonnen werden, die im Kampf um die Spitzenplätze der GFL Nord wertvoll sein werden.

Die Potsdamer haben nach sechs Spielen ihr Profil als eines der gefährlichsten Teams der Liga geschärft. Doch die Geschichte des ersten Aufeinandertreffens zeigt, dass die Berlin Rebels unter Druck zu glänzen verstehen. Ein Test für die Royals, die nach der Niederlage gegen Dresden zeigen wollen, dass sie weiterhin auf Titelkurs sind. Das ist klassisches Hauptstadt-Football, bei dem die Favoritenverhältnisse weniger zählen als die Emotionen auf dem Platz. Potsdam ist nicht nur statistisch überlegen, sondern auch psychologisch unter Druck, den ersten Sieg schnell zu folgen lassen. Die Rebels haben weniger zu verlieren und können befreit aufspielen. Das macht den Samstag zu einem echten 50:50 Spiel auf dem Papier, auch wenn die Royals Favorit sind.

Originalquelle: effect ENERGY GFL / GFLOriginal lesen →
← Alle News