Die ifm Razorbacks Ravensburg empfangen am Samstag die Pforzheim Wilddogs zum Rückspiel. Das Hinspiel Ende Mai endete mit einer deutlichen 10:28-Niederlage für die Oberschwaben, die ihre Chancen nicht konsequent nutzen konnten. Pforzheim dagegen bewies damals, weshalb das Team zu den Topfavoriten der GFL gehört: variable Offense, hervorragende Defensive und besonders auf den QB der Razorbacks ausgeübter Druck.
Die Statistiken unterstreichen die Schwere der Aufgabe. Pforzheim erzielt durchschnittlich 35,4 Punkte pro Spiel und hat bislang nur 69 Punkte zugelassen. Ravensburgs Defense muss bislang 21,7 Gegenpunkte pro Partie einstecken. Die Wilddogs demonstrierten ihre Stärke mit Siegen wie 61:13 gegen Allgäu, 35:0 ebenfalls gegen die Comets und 49:14 gegen Saarland. Ravensburgs Offense wiederum zeigte gegen schwächere Gegner ihre explosive Kraft mit 65:20 gegen Allgäu und 45:14 in Saarbrücken, kam gegen die Spitzenteams aber zuletzt ins Stocken.
Kick-Off im TeleData Stadion am Lindenhof ist am Samstag um 18 Uhr. Die Razorbacks brauchen vor heimischer Kulisse eine deutlich bessere Kontrolle der explosiven Playmaker der Gäste und müssen ihre offensive Variabilität wiederfinden. Das Saturday Night Game bietet ihnen die Chance, vor den eigenen Fans ein anderes Gesicht zu zeigen als bei bisherigen Duellen mit den Top-Teams der Liga.
Ravensburg tritt gegen einen der heißesten Kandidaten auf den Titel an. Die Wilddogs spielen konstant auf höchstem Niveau und lassen defensiv kaum etwas zu. Für die Razorbacks ist das mehr als eine Revanche, es geht um die Bestätigung, dass die Offensive auch gegen Elite-Defense funktioniert. Das Hinspiel zeigte, dass Ravensburg mit den besten Teams der Liga spielen kann, aber noch nicht bereit ist, gegen sie zu gewinnen. Das Saturday Night Game ist der Test, ob sich das geändert hat.