Die Allgäu Comets haben im Illerstadion gegen Regensburg Phoenix mit 18:29 verloren. Trotz einer kämpferischen Leistung reichte es nicht gegen den physisch überlegenen Gegner. Die Gäste aus der Oberpfalz kontrollierten das Spiel vor allem über ihr Laufspiel und nutzten einen Ballverlust der Comets konsequent aus.
Regensburg startete mit dem besseren Gefühl ins Spiel. Running Back Nebechi Abana fand eine Lücke und erzielte den ersten Touchdown zum 7:0 für die Phoenix. Die Comets antworteten jedoch sofort. Quarterback Brad Jones suchte seinen bevorzugten Zielmann Gabe Quigley auf und ließ ihn über 14 Yards in die Endzone laufen. Die Two-Point-Conversion misslang, doch Allgäu war wieder im Spiel.
Den Wendepunkt des ersten Halts setzte Jones mit einer beeindruckenden Aktion. Der Comets-QB warf einen 58-Yard-Pass auf Quigley, der den Ball direkt in der Endzone fing. Wieder gelang die Two-Point-Conversion nicht. Mit einer knappen 15:12-Führung für Regensburg ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Phoenix immer mehr die Kontrolle. Über das Laufspiel machten die Gäste Yard um Yard und hielten die Defense der Comets ständig auf dem Feld. Nebechi Abana sprintete durch die Lücken hindurch und sammelte insgesamt 241 Yards für sein Team. Ein Fumble der Comets war das Zeichen für die entscheidende Wendung. Cameron Yowell führte die Gäste daraufhin tief ins Territorium von Allgäu und fand Nicolas Hayes zum nächsten Touchdown. Kurz darauf erhöhte Regensburg auf 22:12.
Im Schlussviertel bewies Allgäu immer noch Moral. Brad Jones warf einen vier Yards langen Touchdown-Pass auf Benedikt Schulz und verkürzte auf 18:22. Die Hoffnung auf eine Wende leuchtete kurz auf. Doch Regensburg ließ sich nicht beirren. Cameron Yowell sprintete selbst in die Endzone und stellte den Endstand von 29:18 her. Damit war die Partie entschieden.
Brad Jones warf insgesamt 21 vollständige Pässe von 35 Versuchen für 268 Yards und drei Touchdowns, musste sich allerdings auch zwei Interceptions vorwerfen lassen. Sein Top-Receiver Gabe Quigley fing elf Pässe für starke 174 Yards und zwei Touchdowns. In der Defense ragten Beau Priegnitz mit zehn Tackles heraus und blockte zudem ein Field Goal der Gäste. Leon Eisert steuerte neun Tackles bei, Silas Arnold sicherte sich eine Interception.
Mit dieser Niederlage fallen die Allgäu Comets auf eine Bilanz von 1:6 zurück und rangieren in der GFL Süd auf Platz sechs. Das Passspiel zeigte erneut Qualitäten, doch das Laufspiel blieb zu schwach. Die Fehlerquote muss sinken, wenn es in den kommenden Wochen besser laufen soll. Nächste Woche geht es auswärts zu den ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns.
Die Comets zeigten an diesem Tag zwei Gesichter. Das Passspiel mit Jones und Quigley funktioniert auf hohem Niveau, die beiden könnten einen etablierten Bundesliga-Clubs bereichern. Das Problem liegt in der Konsistenz über vier Viertel und im defensiven Run-Stopping gegen explosive Gegner wie Regensburg. Mit 1:6 ist die Saison faktisch gelaufen, trotzdem bleibt interessant, wie sich die Allgäuer in den verbleibenden Spielen schlagen. Gegen Hall wird es allerdings unglaublich schwer.