Die Rostock Griffins haben bei den Wiesbaden Phantoms mit 54:35 gewonnen und ziehen in den erstmals ausgetragenen GFL2 Bowl ein. Am 12. September trifft Rostock in der Krefelder Grotenburg auf die Krefeld Ravens; neben dem Titel geht es um den Aufstieg in die GFL.
Wiesbaden ging zunächst in Führung, doch Rostock antwortete mit mehreren Big Plays. Quarterback Christofer Zellous bediente Ruben Saint-Jean über 80 Yards zum Ausgleich. Arben Musa sicherte anschließend einen misslungenen Snap in der Endzone, George Hawkins III trug eine Interception zum Touchdown zurück. Nach einem wilden zweiten Viertel gingen die Griffins mit einer 35:28-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hielt Rostocks Defense die Phantoms ohne weitere Punkte. Igor Ovtchinnikov erzielte nach einem abgefälschten Pass einen Touchdown über rund 60 Yards. In der Schlussphase erzwang Hawkins einen weiteren Ballverlust, Tobias Froese sicherte den Fumble. Jaeden Lewis und Kicker Jonas Beumer stellten den 54:35-Endstand her.
Für die Griffins ist der Finaleinzug mehr als ein einzelner Play-off-Erfolg. Die lange Auswärtsfahrt nach Wiesbaden endete mit dem Ticket für ein Aufstiegsspiel, das die sportliche Entwicklung des Clubs sichtbar macht. Gegner Krefeld setzte sich im zweiten Halbfinale gegen die Albershausen Crusaders durch.
ballports Einordnung
Der entscheidende Befund ist weniger die 54-Punkte-Offense als Rostocks Anpassung nach der Pause: Gegen die laut Vereinsangaben statistisch stärkste Defense der GFL2 blieb das Laufspiel begrenzt, trotzdem erzeugte der Passangriff genug Explosivität. Gleichzeitig erlaubte die Griffins-Defense nach 28 Wiesbadener Punkten vor der Pause keinen Zähler mehr. Für den Bowl gegen Krefeld wird genau diese Kombination aus vertikalem Passspiel und Turnover-Druck wichtiger sein als das Halbfinalergebnis selbst.