Die Detroit Pistons haben eine 60-Siege-Saison hinter sich, die in Game 7 der zweiten Playoff-Runde gegen Cleveland endete. Jetzt geht es um die Zukunft zweier Schlüsselspieler. GM Trajan Langdon kündigte an, mit Center Jalen Duren über einen neuen Vertrag verhandeln zu wollen. Der 22-Jährige steht vor dem Sommer als eingeschränkter Free Agent zur Verfügung, was den Pistons das Recht gibt, jedes externe Angebot zu matchen.
Duren hatte in der regulären Saison durchgebrochen. Er kam auf knapp 20 Punkte und über 10 Rebounds pro Spiel und wurde zum ersten Mal ins All-Star-Game berufen. Die Playoffs zeigten jedoch, worauf gegnerische Teams adjustieren: Seine Produktion sank auf 10,2 Punkte und 8,5 Rebounds, weil die Verteidigungen ihm weniger einfache Körbe nahe dem Korb gewährten. Langdon sah darin kein dramatisches Problem. "Manchmal passiert das jungen Spielern in der Liga", sagte der GM. "JD hatte eine fantastische Saison. Er ist einer der größten Beitragenden dafür, dass wir die Nummer-1-Seed geworden sind."
Duren kam als Pick 13 aus Memphis im Draft 2022, wurde aber gleich in der Draft Night zu den Pistons getradet. Über seine erste drei Saisons gemittelt hatte er über 11 Punkte pro Spiel, bevor er in dieser Spielzeit seinen Durchbruch schaffte.
Neben Duren haben die Pistons auch Veteran Tobias Harris im Visier. Der 34-jährige Forward kann diesem Sommer als uneingeschränkter Free Agent gehen, da er im zweiten und letzten Jahr seines Vertrags steht. Harris war einer der Gründe, warum die Pistons in den Playoffs trotz ihrer defensiven Ausrichtung Zähne zeigen konnten. Er legte mehr als 18 Punkte pro Spiel auf und gab dem Team den Scorer, den es neben All-Star Cade Cunningham brauchte. "Wir hoffen, dass wir ihn zurückholen können", sagte Langdon. "Er ist jemand, den wir im Pistons-Trikot behalten wollen."
Ballports-Take: Für deutsche Fans, die die Pistons verfolgen, ist das eine entscheidende Phase. Detroit hat mit dieser Konstellation einen echten Contender gebaut, und Langdons Bereitschaft, beide Spieler zu halten, zeigt, dass die Frontoffice an ihr Projekt glaubt. Duren ist noch jung und wird mit besserer Playoff-Vorbereitung lernen, wie er gegen adjustierte Verteidigungen agiert. Harris ist als erfahrener Scorer genau der Typ Spieler, den Young-Core-Teams brauchen. Die Frage ist weniger ob, sondern zu welchen Bedingungen diese Verträge zustande kommen.