Masai Ujiri trennt sich von Jason Kidd
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Masai Ujiri trennt sich von Jason Kidd

Die Dallas Mavericks haben Jason Kidd nach fünf Saisons als Head Coach entlassen. Masai Ujiri, seit zwei Wochen Präsident und Governor der Franchise, übernahm die volle Verantwortung für diese Entscheidung und betonte, dass sie ihm nicht leicht gefallen sei. "Das, was er für diese Organisation geleistet hat, respektieren wir wirklich. Das war eine sehr, sehr schwierige Entscheidung", sagte Ujiri. "Ich muss mich selbst zur Rechenschaft ziehen für so eine Entscheidung."

Ujiri machte deutlich, dass der Trainerwechsel nichts mit Luka Doncic' Trade im Februar 2025 zu tun hatte, der die Mavericks zu ihrem Niedergang führte. "Ehrlich gesagt, dieser Trade hat überhaupt keine Rolle in meinem Denken gespielt", erklärte Ujiri. "Ich bin nicht in der Position, zu kritisieren oder zu beschuldigen, was damals passiert ist. Wir müssen einen Weg finden, langsam davon wegzukommen, und ich muss mich selbst dafür zur Verantwortung ziehen." Ujiri betonte, dass er eine Art Neuanfang für die Organisation braucht: "Ich denke, manchmal brauchte diese Organisation Klarheit darüber, wohin wir gehen. Wir müssen alle in eine Richtung arbeiten und wissen, wie wir dieses Team aufbauen und wie wir Erfolg schaffen."

Unter Kidd erlebten die Mavericks zunächst bessere Zeiten. Das Team erreichte 2024 die NBA Finals und verlor ein Jahr zuvor im Western Conference Finals gegen Golden State. Mit einem regulären Saisonrekord von 205-205 hinterlässt Kidd eine ausgeglichene Bilanz bei den Mavericks. Der Hall of Famer war es auch, der die Franchise 2011 als Spieler zu ihrer einzigen Championship führte.

Der Doncic-Trade im Februar 2025 war ein Desaster. Die Mavericks schickten ihren Superstar zu den Los Angeles Lakers und bekamen Anthony Davis als Kernstück des Deals zurück. Das Experiment scheiterte kläglich: Dallas verpasste die Playoffs in der restlichen Saison 2024-25 und auch in der kompletten Saison 2025-26, nachdem Davis später selbst noch getradet wurde.

Jetzt plant Ujiri den Neuaufbau um Cooper Flagg, dem 19-jährigen Rookie des Jahres und Top Draft Pick des vergangenen Sommers von der Duke University. Flagg hatte noch keine echte Chance, mit Kyrie Irving zu spielen, der unter Kidd aufblühte, aber im März 2025 einen ACL-Riss im linken Knie erlitt und die gesamte Saison 2025-26 ausfiel. Irving hatte unter Kidd seine Karriere nach turbulenten Zeiten in Boston und Brooklyn wieder in den Griff bekommen und spielte mit Doncic auf dem Weg zu den Finals 2024, wo die Mavericks gegen Boston verloren.

Ujiri gab sich optimistisch über Irvings Zukunft in Dallas: "Kevin Durant sagte mir einmal, dass es auf dieser Welt nur einen Kyrie gibt. Ich denke, wir müssen herausfinden, wie Kyrie zu unserem Programm passt. Ich hatte diese Gespräche mit Kyrie bereits. Und ich denke, Kyrie wird passen. Wie ich schon sagte, wir sind enorm neugierig zu sehen, wie Kyrie mit Cooper Flagg zusammenspielt."

Ujiri hat bereits Mike Schmitz als General Manager angestellt, nur drei Tage nach seiner eigenen Vorstellung. Matt Riccardi, ehemaliger Co-Interim-GM, wird die Organisation verlassen. Diskussionen über eine mögliche Rolle für Michael Finley, den früheren Mavericks-Spieler, laufen noch.

Ballports-Take: Ujiri räumt auf, nachdem die Franchise durch die Doncic-Entscheidung massiv beschädigt wurde. Dass Kidd gehen muss, ist konsequent: Ein neuer GM und ein neuer Coach sollen gemeinsam ein Projekt um den jungen Flagg aufbauen. Für deutsche Fans ist das interessant, weil es zeigt, wie schnell eine NBA-Franchise ihre Strategie komplett umorientiert. Mit Kyrie Irving und Cooper Flagg könnte Dallas wieder interessant werden. Bis Kyrie zurückkommt und die beiden zusammen spielen können, ist aber noch Geduld gefragt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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