Lakers werben um Kuminga, aber Geld reicht nicht aus
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Lakers werben um Kuminga, aber Geld reicht nicht aus

Die Los Angeles Lakers verfolgen Jonathan Kuminga hartnäckig, doch bislang haben sie ihm kein Angebot gemacht, das ihn zum Zugreifen bewegt. Das erfuhren ESPN-Reporter am Dienstag von Quellen in der Liga. Nachdem die Atlanta Hawks Kumingas 24,3-Millionen-Dollar-Teamoption am 29. Juni ablehnten, trafen sich Kuminga einen Tag später virtuell mit Lakers-GM Rob Pelinka und Coach JJ Redick. Die beiden malten ihm ein Bild: Ein Star-Wing mit hoher Spielzeit neben Luka Doncic, umgeben von Platz auf dem Court für seine Fähigkeiten.

Doch dann schoss sich Los Angeles selbst ins Bein. Um Walker Kessler, Sandro Mamukelashvili, Quentin Grimes und Collin Sexton zu verpflichten, gab das Team den Großteil seines finanziellen Spielraums aus. Für Kuminga blieb kaum noch was übrig. Das hielt die Lakers nicht ab. Mehrere Mitglieder der Organization, darunter auch Spieler, kontaktierten Kuminga und drückten ihr Interesse aus. Pelinka blieb in Kontakt mit Kumingas Agent Aaron Turner und verbesserte das Angebot in den letzten Tagen subtil. Er betonte Kumingas Bedeutung für das Projekt um Doncic, einen wahrscheinlichen Starting-Spot und die Karrierechancen, die sich daraus ergeben.

Kuminga und Turner zucken aber nicht zusammen. Sie glauben, dass bessere Deals auftauchen, wenn die Dominosteine des Offseasons weiter fallen. Eine Sign-and-Trade mit den Hawks könnte eine Option sein. Atlanta hat sich bereit erklärt, einen Wechsel zu ermöglichen, damit Kuminga seine Bird Rights behält und den Vertrag bekommt, den er will. Hawks-GM Onsi Saleh müsste aber für so einen Move einen Anreiz bekommen. Die Lakers haben mehrere Verträge (Jarred Vanderbilt, Dalton Knecht, Jaden Hardy), die sie einsetzen könnten, müssten aber wahrscheinlich auch noch einen ihrer verbleibenden Assets dazulegen: drei Second-Round Picks und einen 2032er First-Round-Pick-Swap.

Es gibt auch ein Szenario, in dem Kuminga zu den Hawks zurückkehrt, allerdings auf einer günstigeren Struktur als die abgelehnte 24,3-Millionen-Option. So etwas wird aber nicht aktiv diskutiert. Die Cleveland Cavaliers haben auch noch Interesse. Kuminga kennt Coach Kenny Atkinson gut, der ihn in seinen ersten drei NBA-Jahren als Lead Assistant bei den Golden State Warriors trainierte. Die Cavs sind aber gerade in der LeBron-James-Poker-Runde verstrickt, weshalb die Lakers derzeit aggressiver wirken. Die Sacramento Kings, die Kuminga letzten Sommer heftig jagten, haben sich auch wieder gemeldet, sind aber finanziell eingeengt und hätten eine Sign-and-Trade nötig, die sie bislang nicht diskutieren wollen.

Für DACH-Basketball-Fans zeigt sich hier ein klassisches Dilemma der modernen NBA: Die Lakers versuchen, um Doncic herum zu bauen, wissen aber nicht, wie sie das finanzieren sollen. Kuminga ist eine interessante Option für jeden Wing-needy Team in der Liga, und dass gleich mehrere Clubs um ihn konkurrieren, macht seine Position stärker. Wer letztlich zuschnappen wird, hängt davon ab, wer zuerst echte Flexibilität zeigt. Die Dominosteine fallen noch, und Kuminga kann warten. Das ist in diesem Moment sein größter Vorteil.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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