Brittney Griner hat einen Meilenstein erreicht, den lange niemand mehr anfassen wird. Mit ihrem 878. Block in der dritten Minute des Spiels gegen die Chicago Sky überholte die Center der Connecticut Sun die bisherige Rekordhalterin Margo Dydek, deren Marke seit 2008 Bestand hatte. Griner spielte dabei nicht aus reiner Offensivpower: 14 Punkte waren ihre Ausbeute, aber ihre defensive Präsenz war das eigentliche Highlight.
Connecticut dominierte von Beginn an. Im zweiten Viertel zog das Team 31 Punkte auf die Anzeigetafel und ließ Chicago nie wirklich ins Spiel kommen. Die größte Führung betrug am Ende 33 Punkte, Connecticut gewann 92-63 und feierte damit ihren dritten Sieg der Saison. Während die Sun damit auf 3-15 stehen und auswärts bislang wenig Erfolg hatten (2-7 zuhause), ist Chicago mit 4-12 gerade in freiem Fall und kann bereits sechs Niederlagen hintereinander abhaken.
Daneben gab es weitere bemerkenswerte Nächte: Olivia Nelson-Ododa sammelte 11 Punkte und 15 Rebounds ein. Charlisse Leger-Walker trug 13 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists bei. Bei den Sky sorgte Kamilla Cardoso mit 16 Punkten und 14 Rebounds für Gegenwehr, doch es reichte nicht gegen die Leistung Connecticuts. Auch historisch ging es zu: Kennedy Burke erzielte ihren 1.000. Karrierepunkt per Dreier, Saniya Rivers erreichte in der dritten Partie ihrer WNBA-Karriere bereits die 500-Punkte-Marke. Skylar Diggins kletterte mit ihren erfolgreichen Freiwürfen auf Platz sieben der WNBA-Karriereliste.
Griners Block-Rekord ist das Zeugnis einer Verteidigerin, die ihre gesamte Karriere über die Liga geprägt hat. Wo Dydek mit 878 Blocks die Marke fast zwei Jahrzehnte lang hielt, zeigt sich jetzt: Die moderne WNBA produziert Spielerinnen mit noch längerer Haltbarkeit und Konstanz. Wer Brittney Griner in Zukunft verfolgt, sollte auch auf ihre Defensive achten, nicht nur auf die offensiven Highlight-Plays. Die Connecticut Sun treffen am Freitag auf die Washington Mystics, Chicago muss am Mittwoch gegen Portland antreten.