Fever dreht Spiel gegen Mercury nach katastrophalem Start
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Fever dreht Spiel gegen Mercury nach katastrophalem Start

Indianapolis war für die Indiana Fever am Montagabend ein Ort der Gegensätze. Nach nur sechs Punkten im ersten Viertel, ihrem schwächsten Start seit 2016, brauchte das Team eine komplette Umstellung. Caitlin Clark und Kelsey Mitchell packten ihre Offense aus und drehten das Spiel gegen Phoenix komplett um.

Clark steuerte 24 Punkte und neun Assists bei, Mitchell versenkte 22 Punkte. Das Entscheidende aber war die zweite Hälfte. Mit einem 35-Punkte-Viertel egalisierte Indiana die 13-Punkte-Rückstand aus Q1 wieder aus und ging mit 41:41 in die Pause. Clark allein scorte 15 dieser 35 Punkte im zweiten Quarter. Im dritten Viertel zog die Fever dann richtig davon. Mit 30:11 dominierte Indiana diesen Abschnitt und baute die Kontrolle auf 86-77 aus, was auch das Endresultat blieb.

Clark und Mitchell waren nicht nur in der Quantität dominant, sondern auch effizient. Zusammen trafen sie 16 von Indianas 27 Field Goals, dazu kamen sechs 3-Pointer. Monique Billings sorgte mit 14 Punkten und 10 Rebounds für ihren ersten Double-Double der Saison. Anders lief es für Aliyah Boston, die nur acht Punkte auf 2 von 9 Versuchen erzielte und damit unter ihrem Potential blieb.

Phoenix konnte nicht mehr mithalten, obwohl Kahleah Copper 20 Punkte scorte und Alyssa Thomas 19 Punkte mit fünf Rebounds und neun Assists verbuchte. Thomas machte dabei Geschichte: Sie ist nun die schnellste Spielerin in der WNBA-Historie, die 500 Assists für ein Franchise erreichte. Sie brauchte dazu vier Spiele weniger als Clark.

Der vierte Quarter geriet emotional aufgeladen. Mit insgesamt sechs technischen Fouls zwischen beiden Teams wurde es chippy, wie man im Basketball sagt. Myisha Hines-Allen von Indiana bekam nach ihrem zweiten technischen Foul sogar einen Feldverweis. Für die Fever (10-7) war der Sieg besonders wichtig, endete damit doch eine Negativ-Serie von zwei Niederlagen.

Clark schreibt unterdessen weiter an ihren Rekorden. Sie hat nun sechs Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten und fünf Assists absolviert, mehr als jede andere Spielerin in der WNBA-Geschichte.

Für deutsche WNBA-Fans ist Clark längst zur Pflichtbeobachtung geworden. Ihre Fähigkeit, Spiele umzudrehen und dabei Assists zu verteilen, macht sie zur kompletten Spielmacherin. Mit Mitchell an ihrer Seite hat Indiana eine gefährliche Guard-Kombination, die auch in den kommenden Wochen gegen starke Gegner bestehen kann. Das nächste Aufeinandertreffen mit Phoenix findet bereits am Mittwoch statt, eine Chance für die Fever, ihre Aufwärtskurve zu bestätigen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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