Chelsea Gray rettet Las Vegas mit Buzzer-Beater gegen Atlanta
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Chelsea Gray rettet Las Vegas mit Buzzer-Beater gegen Atlanta

Das Spiel zwischen den Las Vegas Aces und den Atlanta Dream war ein Thriller bis zur letzten Sekunde. Chelsea Gray entschied die Partie mit einem Fadeaway-Jumper in der Lane, nur 3,6 Sekunden vor dem Ende. Die Aces gewannen 85-84 und bleiben damit eines der gefährlichsten Teams der WNBA.

Gray spielte hervorragend und führte die Aces mit 21 Punkten an. Fünf ihrer Würfe von der Dreierlinie trafen, dazu kamen sechs Assists. A'ja Wilson und Chennedy Carter steuerten je 20 Punkte bei. Wilson überschritt dabei einen wichtigen Meilenstein: Mit 5.844 Karrierepunkten zog sie an Aces-Coach Becky Hammon vorbei und rückte auf Platz 19 der WNBA-Karrierescorerliste auf.

Für die Aces war der Sieg besonders wertvoll, weil Jackie Young komplett aus dem Spiel fiel. Die Spielerin schoss 0 aus 12 aus dem Feld, traf keinen ihrer fünf Dreierversuche und erzielte erstmals seit ihrer zweiten WNBA-Saison 2020 null Punkte. Young organisierte zwar mit sieben Assists die Offense, aber offensiv war sie unsichtbar.

Atlanta kämpfte sich in der zweiten Hälfte zurück ins Spiel. NaLyssa Smith erzielte elf ihrer 13 Punkte nach der Pause. Te-Hina Paopao traf mit 2:16 Minuten noch eine Dreierin und brachte die Dream damit wieder ins Spiel. Mit 3-Punkten-Spielen schaffte die Atlanta-Offense sogar einen 16:0-Lauf. Jordin Canada gelang mit 36 Sekunden noch ein Fast-Break-Layup, der Atlanta mit 84-83 erstmals in der zweiten Hälfte in Führung brachte.

Das Comeback war aber nicht genug. Nach einem Turnover von Wilson und einem umstrittenen Jump Ball, den die Aces für sich entschieden, hatte Gray ihre Chance und nutzte sie. Allisha Gray war mit 25 Punkten und neun Rebounds die beste Scorerin der Dream. Paopao steuerte 19 Punkte bei. Rookie Madina Okot zeigte mit 14 Punkten und 11 Rebounds, dass sie eine Konstante im Spiel der Dream werden könnte. Canada hatte 11 Punkte und beeindruckende sieben Steals.

Cartaes größter Moment war ein Three-Point-Play im dritten Viertel, mit dem die Aces auf 73-54 erhöhten und ihre bis dahin größte Führung aufbauten. Atlanta musste ohne Rhyne Howard (Concussion Protocol) und Brionna Jones (Knieverletzung) spielen. Bei Las Vegas fehlten Dana Evans (Beinverletzung) und Janiah Barker (Concussion Protocol).

Die Aces (4-1) sind die Titelverteidiger und haben seit ihrer 99-66-Niederlage gegen Phoenix zum Saisonstart vier Siege in Serie geholt. Der Dream hat die schwierige Aufgabe, den Rückstand in einer jungen, talentierten Western Conference zu minimieren.

Ballports-Take: Der Sieg zeigt, warum die Aces Favoriten bleiben, auch wenn Jackie Young nicht trifft. Die WNBA hat gezeigt, dass tiefe Rotationen und Spielerinnen wie Gray, die in Pressure-Situationen liefern, wichtiger sind als ein einzelner Star. Für Deutsche Fans ist interessant, dass Becky Hammon, die ehemalige EuroBasket-Spielerin, diese defensive und kluge Mannschaft formte. Gray ist keine Superstar-Marquee-Spielerin wie Wilson, aber genau diese Verlässlichkeit macht sie zum MVP-Kandidaten der Aces. Auf jeden Fall sollte man Gray im Auge behalten, wenn es in den Playoffs ums Ganze geht.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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