Chris Ballard, General Manager der Indianapolis Colts, wird sich an der Suche nach einem neuen Athletic Director für die University of Wisconsin beteiligen. Die Universität gab die Zusammensetzung des neunköpfigen Suchkomitees am Montag bekannt.
Ballard stammt aus Wisconsin. Er machte 1993 seinen Abschluss an der Universität und spielte für die Badgers Football Team. Nun hilft er dabei, einen Nachfolger für Chris McIntosh zu finden, der den Posten des AD vor kurzem aufgab, um eine neu geschaffene Position beim Big Ten zu übernehmen. McIntosh wird dort als Deputy Commissioner für Strategie arbeiten.
Neben Ballard sitzt auch Michael Finley im Komitee. Der ehemalige NBA All-Star spielte von 1991 bis 1995 für Wisconsin und war in dieser Saison als Interim Co-General Manager für die Dallas Mavericks tätig. Finley und Ballard bringen also Erfahrung aus dem professionellen Sport mit, während andere Komiteemitglieder verschiedene Verbindungen zu Wisconsin haben.
Das Komitee wird von Lauren Bishop geleitet, einer Professorin für Sozialarbeit an Wisconsin. Bishop war selbst Ruderin an der Duke University und fungiert als Faculty Athletic Representative der Universität gegenüber dem Big Ten und der NCAA. Weitere Mitglieder sind Rob Cramer, Meghan Duggan, Elzie Higginbottom, Marija Pientka, Michael Shannon und William Smith. Duggan spielte Hockey für Wisconsin und arbeitet jetzt als Director of Player Development für die New Jersey Devils. Higginbottom war Leichtathlet bei Wisconsin und ist Präsident der East Lake Management & Development Corp. Pientka spielte Tennis für Wisconsin und ist Senior Associate Athletic Director für Sports Administration. Shannon ist Co-Founder und ehemaliger Chairman/CEO von KSL Capital Partners. Smith spielt derzeit Soccer für Wisconsin und präsidiert das Student-Athlete Advisory Committee.
Die Suche wird von Eric Wilcots geleitet, der zum Interim Chancellor ernannt wurde. Das Suchkomitee wird von CSA Search and Consulting unterstützt.
Ballports-Take: Für deutsche Football-Fans ist Ballards Rolle interessant, weil er zeigt, wie NBA- und NFL-Führungskräfte sich in College-Football-Strukturen engagieren. Wisconsin hat eine starke Footballtradition, und die Besetzung des AD-Postens wird beeinflussen, wie das Programm unter dem neuen Big Ten-Regime funktioniert. Dass zwei prominente Sportführungspersonen sich hier beteiligen, signalisiert, dass Wisconsin diesen Posten ernst nimmt. Für Fans, die den College-Football im Auge behalten, könnte die Wahl des neuen ADs Auswirkungen auf die Richtung des Badgers-Programms haben, besonders angesichts der aktuellen Umstrukturierungen im Big Ten.