Thunder und Spurs kämpfen um Finals-Ticket
← NewsNBA

Thunder und Spurs kämpfen um Finals-Ticket

Die Western Conference Finals der NBA Playoffs 2026 sind da, und es geht gleich zur Sache. Die San Antonio Spurs, als zweites Seed gesetzt, haben Oklahoma City Thunder mit 122:115 in Spiel 1 bezwungen. Ein Duell zwischen zwei Teams, die in den kommenden Jahren die Liga dominieren könnten.

Víctor Wembanyama war in der Serie-Eröffnung einfach überragend. Der Spurs-Star erzielte 41 Punkte, holte sich 24 Rebounds und blockte drei Würfe. Seine Late-Game-Dunks und seine Defense in den Schlussminuten waren das Überragende an einem epischen Match. Shai Gilgeous-Alexander, der MVP der regulären Saison, musste sich diesmal geschlagen geben. Die Thunder-Ikone hatte mit Stephon Castle und Rookie Carter Bryant zu kämpfen, die ihn über weite Strecken intensiv bewachten. Über die ersten drei Viertel schafften die Thunder nur 17 Punkte in 18 Angriffszügen, in denen SGA doppelt gedeckt wurde.

Oklahoma City schaffte es trotzdem, sich zurückzukämpfen. Im vierten Viertel ein spektakuläres Drama: Chet Holmgren blockte Wembanyama's Shot beim Buzzer und rettete die Thunder in die Overtime. Dort schlug Gilgeous-Alexander mit einem Dunk über Wembanyama zu, der die Blockade nur um eine Millisekunde verpasste. Das gab OKC eine Drei-Punkte-Führung mit unter einer Minute Restzeit. Wembanyama antwortete sofort mit einem perfekt gespielten Pull-up 3-Pointer vom Paycom Center Court, jenem Fleck, den einst Stephen Curry berühmt machte. Am Ende aber war Wembanyama's Defensiv-Performance einfach zu dominant, um das Spiel zu verlieren.

Game 2 findet am Mittwoch um 20:30 Uhr ET auf NBC und Peacock statt. Für Oklahoma City wird entscheidend sein, die Schießquoten zu verbessern. Die Thunder treffen nur 37,2 Prozent aus dem Feld und 27,3 Prozent von der Dreierlinie in den ersten beiden Vierteln. Das ist für ein Team, das in den Playoffs 38,4 Prozent von der Drei trifft, deutlich unter Standard. Gilgeous-Alexander wurde ständig doppelt gedeckt, was die Spurs bei ihrer Defensive Strategie im Paint ausnützten und die Thunder zu leeren Dreier-Versuchen zogen.

Castle war für San Antonio im Ballspiel eine Belastung. Der Rookie-Point-Guard verlor elf Ballbesitze, fünf davon kamen im vierten Viertel und in der Overtime. Das wird ein Fokus-Punkt für Game 2. Auf der anderen Seite ist De'Aaron Fox für die Spurs noch ein Fragezeichen. Der erfahrene Guard verpasste Game 1 wegen einer hochgradigen Verstauchung am rechten Knöchel. Sein Fehlen führte dazu, dass San Antonio mit Rookie Dylan Harper neben Castle startete – die jüngste Startnine, die je in den NBA Conference Finals auflief.

Ballports-Take: Für deutsche NBA-Fans ist dieses Duell ein Statement: Beide Teams spielen offensiven, modernen Basketball mit weltklasse-internationalen Spielern. Wembanyama hat mit seiner Dominant-Performance bewiesen, dass er in den höchsten Moments liefert. Die Serie wird zeigen, ob OKC-Coach Scott Brooks die Thunder-Offense schnell anpasst oder ob San Antonio's Defense auch in Game 2 so effektiv bleibt. Wer Munich 2026 oder Berlin 2027 verfolgt, sollte auf diese Serie schauen – beide Teams könnten international rekrutieren und ihre Stars sind genau die Player, die die ELF eventuell interessiert.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
← Alle News