Die New York Knicks haben Spiel 1 der Eastern Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers mit 115-104 nach Overtime gewonnen. Jalen Brunson war die Hauptfigur dieses Duells und warf 38 Punkte. Donovan Mitchell antwortete für Cleveland mit 29 Zählern, es reichte aber nicht zum Sieg.
Spiel 2 findet am Donnerstag um 20 Uhr EDT in New York statt. Die Knicks gehen als Favoriten ins Spiel, die Wettquoten sehen sie mit 6,5 Punkten Vorsprung. Das Over/Under steht auf 214,5 Punkte.
Die Statistiken sprechen eine klare Sprache: New York war in dieser Saison gegen Teams der Eastern Conference überlegen, mit einer Bilanz von 35-17. In engen Spielen, entschieden von 3 Punkten oder weniger, präsentieren sich die Knicks besonders zuverlässig: 9-4 in solchen Partien. Cleveland hingegen hat in Konferenzspielen eine 33-19-Bilanz und rangiert beim Dreierwerfen auf Platz sieben der Conference mit 36,0% Trefferquote.
Für die Knicks ist die Dreierquote ein Schlüsselfaktor. Im Saisonschnitt treffen sie 14,2 Dreier pro Spiel, exakt so viele, wie Cleveland im Durchschnitt abgibt. Umgekehrt wirft Cleveland durchschnittlich 14,3 Dreier pro Partie, 0,4 mehr als New York zulässt. Wer diese Statistiken nutzt, wird das zweite Spiel wahrscheinlich für sich entscheiden.
Karl-Anthony Towns stabilisiert die Knicks mit 20,1 Punkten und 11,9 Rebounds pro Spiel. Brunson war in den letzten zehn Spielen noch konsistenter und legte 28,4 Punkte pro Nacht auf. Bei Cleveland zeigte sich Mitchell mit 27,9 Punkten und 4,5 Rebounds pro Spiel, Max Strus trug in den letzten zehn Spielen 2,2 Dreier pro Partie bei.
Die Form der Knicks in der jüngeren Vergangenheit ist beeindruckend. In den letzten zehn Spielen gewannen sie acht und verloren nur zwei. Sie schmeißen 120,6 Punkte pro Partie und schießen dabei bemerkenswerte 51,7% vom Feld. Ihre Gegner kamen im Schnitt nur auf 101,2 Punkte. Cleveland war weniger konsistent: 5-5 in den letzten zehn Spielen, mit 109,0 Punkten pro Partie und 45,0% Feldwurfquote. Die gegnerischen Teams erzielten gegen Cleveland durchschnittlich 108,1 Punkte.
Bei beiden Teams sind keine Verletzungen zu melden.
Ballports-Take: Die Knicks haben in Spiel 1 gezeigt, dass sie in der Lage sind, auch in extremen Drucksituationen zu bestehen. Brunson ist ein absoluter Closer und wird in New York, wo die Knicks-Fans riechen, dass etwas Großes möglich ist, noch gefährlicher. Cleveland muss seine Offense schneller in den Griff bekommen und kann sich nicht auf Mitchell allein verlassen. Die Cavaliers haben das Handwerk, um zurück ins Spiel zu kommen, aber die Knicks haben derzeit die bessere Energie. Für DACH-Fans, die diese Serie verfolgen, ist das ein Lehrbeispiel für modernen NBA-Basketball: wer die Dreier trifft und im Finish effizienter spielt, gewinnt.