Clark bricht WNBA-Rekord zweimal in vier Tagen
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Clark bricht WNBA-Rekord zweimal in vier Tagen

Indianapolis. Es war eine bizarre Serie von Ereignissen, die Caitlin Clark zu einem neuen WNBA-Rekord verhalf. Eine statistische Korrektur am Sonntag bescherte der Indiana Fever Guard zwei zusätzliche Assists aus ihrem Spiel gegen Washington am Freitag. Damit sprang ihre Bilanz von acht auf zehn Assists hoch und katapultierte sie in die Geschichtsbücher. Clark hatte damit 20 Punkte und zehn Assists in einem Spiel erreicht, eine Leistung, die nur elf Mal in der WNBA-Geschichte vorgekommen war. Sie war die erste, die dies so oft geschafft hat und unterbot damit Courtney Vandersloot, mit der sie sich zuvor den Rekord geteilt hatte.

Doch Clark ließ es nicht dabei bewenden. Zwei Tage später, am Sonntag gegen Seattle, wiederholte die 23-Jährige die Kunststückstück. 21 Punkte, zehn Assists, sieben Rebounds in nur 24 Minuten. Die Fever gewannen 89-78 gegen die Storm und Clark war der Motor dieses Sieges. Damit verlängerte sie ihren Rekord auf zwölf solcher Spiele in ihrer Karriere. Das Bemerkenswerteste: Es war bereits das vierte aufeinanderfolgende Spiel, in dem Clark 20-plus Punkte und mindestens fünf Assists kombinierte. Diesen Streak teilt sie sich mit dem besten Saisonstart einer jeden WNBA-Spielerin.

Clark erklärte nach dem Spiel, dass sie sich bewusst dafür entschieden hat, ihre Unsicherheit vom frühen Saisonstart zu überwinden. Die ersten beiden Spiele waren für die zweimalige All-Star schwierig gewesen. Sie schoss nur 16-for-35 aus dem Feld, dazu 3-for-16 von der Dreipunkte-Linie. Gegen Washington war es besser geworden, 10-for-28 insgesamt, aber 7-for-17 von draußen. Am Sonntag dann endlich der Durchbruch: 5-for-10 insgesamt, 2-for-4 von der Dreipunkte-Linie. Es war weniger ein technisches Problem als vielmehr eine mentale Hürde. Clark selbst beschrieb es so: "Einfach schießen. Die besten Schützen schießen einfach. Im Kopf sag ich mir: Lass es einfach fliegen. Überdenk es nicht."

Trainer Stephanie White bestätigte die Vermutung, dass Clark sich allmählich von ihren verletzungsbedingten Problemen zu Beginn der Saison befreit. Clark hatte 2025 wegen verschiedener Verletzungen nur 13 Spiele absolviert. "Man sieht es nicht nur daran, wie sie mit dem Ball läuft", sagte White, "sondern auch am Schwung ihres Schusses. Sie sieht stark aus, ihre Bewegungsmuster sind zurück." Die Fever seien aktuell 2-2 in der Saison und hätten gegen Seattle nicht hinten gelegen, nachdem sie früh einen 6-5-Vorsprung herausgearbeitet hatten.

Besonders bemerkenswert ist, dass All-Star-Center Aliyah Boston das Spiel gegen Seattle verpasst hatte. Sie war mit einer Unterschenkelverletzung ausfällig, was das erste verpasste WNBA-Spiel ihrer Karriere darstellte. Boston hatte zuvor auch in ihrer gesamten College-Karriere kein einziges Spiel ausgelassen. Trotzdem hatte Indiana offensiv und defensiv überzeugt. 78 Punkte für Seattle bedeuteten eine der besten Defensivleistungen der Fever in dieser Saison.

Ballports-Take: Clark hat sich schneller als erwartet an die physischen Anforderungen der WNBA-Saison nach ihren Verletzungen gewöhnt. Für deutsche Fans, die die Fever verfolgen, ist das die gute Nachricht: Die No. 1 Draft Pick von 2024 ist wieder sie selbst. Die Assists-Explosion zeigt, dass nicht nur Clarks Offensiv-Spiel zurückkommt, sondern auch ihre Spielmacher-Qualitäten. Das ist für Fantasy-Basketball relevant: Wer Clark rostet, bekommt jetzt wieder die volle Bandbreite. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dieser Lauf anhält oder ob es sich um einen kurzzeitigen Hot Streak handelt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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