Sankey bremst 24er-Playoff-Euphorie in der SEC
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Sankey bremst 24er-Playoff-Euphorie in der SEC

SEC-Commissioner Greg Sankey lässt sich von der Expansion-Offensive seiner Power-Conference-Kollegen nicht unter Druck setzen. Während Big Ten, ACC und Pac-12 längst für eine Ausweitung des College Football Playoff auf 24 Teams plädieren, hält Sankey an seiner Linie fest: abwarten, informieren, entscheiden. Bei den SEC-Jahrestreffen in Miramar Beach machte er deutlich, dass eine Abstimmung zum Playoff-Format noch nicht auf der Agenda steht. Der Dezember-1-Deadline reicht noch Zeit für Diskussionen.

Dass seine Liga nicht geschlossen hinter einer Expansion steht, stört Sankey wenig. Im Gegensatz zum Big Ten, wo Trainer und Athletic Director mit einer Stimme sprechen, wird es in der SEC unterschiedliche Positionen geben. "Das macht mir nichts aus", sagte Sankey auf die Frage, ob es ihn kümmert, der letzte Holdout bei der 24er-Frage zu sein. Er verwies darauf, dass Positionen in College Sports ständig wechseln und dass er sich bei großen Entscheidungen Zeit nimmt.

Sankeys Sorge ist nicht ideologisch, sondern wirtschaftlich. Der SEC verdient Millionen mit ihren regulären Saisonspielen, die nach wie vor Topquoten einfahren. Wenn das Playoff zu sehr wächst, könnte der Wert der November-Spiele sinken. Sankey zog das Beispiel der Bills heran, wo Josh Allen auf der Linie gegen die Jets nur einen einzigen Snap spielte, um eine Startsträhne zu wahren. Es gebe einen "Tipping Point", sagte er, an dem das Postseason-Format so groß wird, dass die reguläre Saison an Bedeutung verliert. Die zwölf Teams im aktuellen Playoff hatten bereits einen Effekt: Ein Team wie Oklahoma kann in der kommenden Saison mit einem möglichen Playoff-Spot locken, was November-Spiele wie gegen Tennessee in Tennessee zu großen Spielen macht.

Sankey betont, dass es bei der Expansion nicht um ideologische Gräben geht. Auch beim Wechsel vom vierer- zum zwölfer-Playoff gab es keine einstimmigen Abstimmungen, und es wird auch jetzt keine geben. Er sei kein Gegner von 24 oder sogar 28 Teams, sondern ein Befürworter von grundsolider Information vor der Entscheidung. Der Unterschied zum Big Ten ist klar: Tony Petitti und sein Team diskutieren nur zwei Optionen, Sankey hält sich alle offen.

Ballports-Take: Für europäische Fans, die dem College Football folgen, ist das eine wichtige Debatte. Eine 24er-Expansion hätte direkte Auswirkungen auf die beste Saison und das Playoff-Spektakel, das in Europa immer mehr Zuschauer anzieht. Sankey argumentiert rational aus einer wirtschaftlichen Position heraus, die die SEC als Marktführer schützt. Die Tatsache, dass selbst interne SEC-Abstimmungen nicht einstimmig ausfallen, zeigt: Auch unter den mächtigsten Conferences gibt es echte Interessenskonflikte. Mit der Deadline im Dezember könnte sich schnell ändern, wer in dieser Frage den Ton angibt.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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