NBA kündigt MVP an, einen Tag vor Thunder-Spurs-Finals
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NBA kündigt MVP an, einen Tag vor Thunder-Spurs-Finals

Die NBA präsentiert ihren Most Valuable Player am Sonntag, genau 24 Stunden bevor die Western Conference Finals zwischen Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs beginnen. Das Finale wird auf Amazon Prime Video übertragen, die Verkündigung läuft um 19:30 Uhr ET im Pregame-Format.

Drei Kandidaten stehen zur Wahl. Shai Gilgeous-Alexander vom Thunder verteidigte seinen MVP-Titel aus dem Vorjahr und gehört zu den Finalisten. Victor Wembanyama vom Spurs konkurriert um die Auszeichnung, ebenso wie Nikola Jokic von den Denver Nuggets.

Das Timing der Ankündigung könnte ein subtiler Hinweis sein. Im Vorjahr wurde Gilgeous-Alexander am 21. Mai als MVP verkündet und erhielt die Trophäe am nächsten Tag vor Game 2 der West Finals in Oklahoma City. Ähnlich läuft es jetzt ab: Die Verkündigung am Sonntag setzt den Gewinner in den Fokus, bevor der Thunder zuhause in Game 1 antritt.

Unabhängig davon wer gewinnt, setzt sich eine bemerkenswerte Serie fort. Es wäre bereits das achte Jahr in Folge, dass ein außerhalb der USA geborener Spieler den MVP erhält. Diese Ära begann 2019 mit Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks, der in Griechenland geboren wurde und nigerianische Wurzeln hat. Darauf folgte Nikola Jokic aus Serbien mit zwei aufeinanderfolgenden MVPs von 2021 bis 2022. Joel Embiid von Philadelphia, geboren in Kamerun und später US-Bürger geworden, gewann 2023. Jokic schnappte sich den Award 2024 erneut, und Gilgeous-Alexander holte ihn 2025 nach Kanada.

Wembanyama würde Sportgeschichte schreiben. Er wäre der erste französische MVP der NBA-Geschichte. Für Jokic geht es um noch mehr: Ein vierter MVP würde ihn in eine extrem rare Gesellschaft heben. Nur fünf Spieler aller Zeiten haben das geschafft. Kareem Abdul-Jabbar führt mit sechs, Michael Jordan und Bill Russell je fünf, Wilt Chamberlain und LeBron James je vier.

Der internationale MVP-Erfolg ist nicht neu, aber die aktuelle Serie ist beispiellos. Vor 2019 gab es internationale MVP-Gewinner: Hakeem Olajuwon aus Nigeria 1994, Steve Nash aus Kanada 2005 und 2006, und Dirk Nowitzki aus Deutschland 2007. Zusammen mit den aktuellen Siegern macht das insgesamt 12 MVP-Awards für Spieler, die außerhalb der USA geboren wurden.

Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans ist diese Konstellation hochinteressant. Die Chance, dass Dirk Nowitzkis Meisterleistung von 2007 bald durch einen anderen europäischen Star übertroffen wird, ist greifbar. Wembanyama als französischer MVP würde zeigen, wie dominant europäische Top-Spieler im modernen NBA-Basketball sind. Wenn Jokic seinen vierten MVP holt, rückt er näher an die ewigen All-Time-Ranglisten heran. Und für alle deutschen Fans, die in Gilgeous-Alexander einen der besten Guards der Liga sehen: Wer auch immer gewinnt, die Ankündigung am Sonntag könnte die ganze Dynamik der West Finals beeinflussen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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